iMac M1 von Innen: Nicht viel drin, schlecht reparierbar

Im Teardown von iFixIt zeigt sich, dass Apple wenig Probleme hatte, seine Komponenten in dem ultradünnen All-in-One unterzubringen. Wieder verklebt Apple viel.

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Flache Flunder: Der iMac M1.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan
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Apples komplett umgestalteter iMac mit Apple-Silicon-SoC beeindruckt durch sein dünnes Gehäuse, das die All-in-One-Maschine fast wie einen reinen Bildschirm erscheinen lässt. Dennoch hatte der Mac-Hersteller augenscheinlich wenig Schwierigkeiten, die einzelnen Komponenten unterzubringen, wie nun ein erster Teardown samt Röntgenblick demonstriert. Hauptplatine samt zentraler Hardware stecken im "Kinn" der Maschine, der größere Teil besteht nur aus dem Bildschirm, fanden die Reparaturspezialisten von iFixIt heraus.

Das Demontieren des iMac M1 gestaltet sich etwas leichter als beim Vorgänger, weil die gesamte Vorderfront aus Glas besteht. Entsprechend blockiert auch kein Kinn aus Metall den Zugang. Allerdings setzt Apple einmal mehr auf jede Menge Kleber, um Display und Maschine zusammenzuhalten. Der Bildschirm sei nur mühsam mit Spezialwerkzeug zu entfernen und zu ersetzen, auch wenn es die mit Abstand am einfachsten zugängliche Komponente sei.

(Bild: iFixIt / Creative Electron)

Die kompakte Hauptplatine enthält eine verlötet SSD sowie RAM-Module, die mit dem M1-Paket verheiratet sind. Damit ist deren Austausch nur für echte Hardcore-Lötexperten möglich. Dies erinnert an Apples Politik bei seinen Notebooks. Vergleichsweise lobenswert sei, dass sich die Stromversorgung – da sie nun extern ist – "trivial austauschen" lässt. Eine Wartung sei aber "sehr schwer". Apple packt hier auch die Ethernet-Buchse hinein. Lüfter, USB-Anschlüsse, Kopfhörer-Port, An/Aus-Knopf sowie die Webcam im iMac M1 seien hingegen "halbwegs modular" und damit austauschbar.

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Wie sich zeigte, unterscheiden sich die Modelle untereinander: Die Einsteiger-Variante des iMac M1 mit sieben Kernen hat ein vereinfachtes Kühlsystem mit nur einem Lüfter samt Heatsink, das von iFixIt auseinander genommene Mid-Range-Modell mit acht Kernen verfügt über zwei Lüfter samt Heatpipe. Spaßig: Offenbar kommt die Hauptplatine mit einem "mysteriösen Knopf" samt drei LEDs, deren Sinn sich den Teardown-Experten nicht erschlossen hat. Möglicherweise handelt es sich um eine Diagnosefunktion. Insgesamt kritisierte iFixIt das jüngste Apple-Produkt einmal mehr: Der sogenannte Repairability Score, der die Reparierbarkeit angibt, liegt laut der Reparaturexperten nur bei zwei von maximal zehn Punkten.

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(bsc)