iOS 13.6: Apple testet neue Funktionen

Vor iOS 14 hat Apple noch mindestens ein größeres Update für iPhones und iPads eingeplant. Es bringt Neuerungen bei Aktualisierungs-Automatik und Health.

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(Bild: dpa, Lino Mirgeler)

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Apple hat mit dem Betatest von iOS 13.6 begonnen. Das nächste größere Update für iPhones und iPads bringt zwei zentrale Funktionsneuerungen. Nutzer erhalten damit die Möglichkeit, die Update-Automatik des Betriebssystems anzupassen: Über eine neue Einstellung lässt sich der automatische Download von System-Updates erstmals deaktivieren, wie Entwickler mit Zugriff auf die Vorabversion berichten.

Bislang bezieht iOS die System-Updates stets automatisch im Hintergrund – wenn eine WLAN-Verbindung besteht – und belegt so mitunter mehrere GByte an Speicherplatz, auch wenn der Nutzer das Update gar nicht unmittelbar installieren möchte. Standardmäßig soll iOS offenbar weiterhin auf die Download-Automatik setzen, wer dies nicht möchte, kann die Einstellung künftig aber ändern. Davon unabhängig wird es weiterhin möglich sein, die automatische Installation von iOS-Updates über Nacht wahlweise an- oder abzuschalten.

Mit iOS 13.6 erweitert Apple zudem die vorinstallierte App Health, die als zentrale Datenbank für Gesundheitsdaten dient – sie gibt es bislang nur auf iPhones, jedoch nicht für iPads. Nutzer können dort gängige Symptome protokollieren, das war bisher nur im Rahmen des Zyklusprotokolls möglich. So lassen sich manuell oder über Apps etwa Fieber, Kopfschmerzen, Appetitveränderungen, Übelkeit, Stimmungsschwankungen und viele weitere Symptome notieren – mitsamt deren Ausprägung. Auch mögliche Symptome der Infektionskrankheit Covid-19 wie Geruchs- und Geschmacksverlust werden berücksichtigt.

Mit Version 13.5 hatte Apple jüngst bereits ein größeres Update für iOS ausgeliefert, das eine Reihe von Funktionsneuerungen rund um die Coronavirus-Pandemie bringt. iOS 13.6 wurde in der ersten Betaversion von Apple noch als kleineres 13.5.5-Update geführt.

Ein sechstes größeres Update mit Funktionserweiterungen für eine Hauptversionsnummer ist in der mehr als zehnjährigen iOS-Geschichte bislang einmalig. Die Änderung dürfte auch auf den holprigen Start von iOS 13 zurückzuführen sein: Version 13.1 wurde nur wenige Tage nach der besonders fehlerbehafteten Version 13.0 bereitgestellt, weitere kleinere Bugfix-Updates folgten im Anschluss. Zur Entwicklerkonferenz WWDC dürfte Apple am 22. Juni dann iOS 14 vorstellen.

(lbe)