iOS 14 & Co: Was wir von Apples Special Event Keynote 2020 erwarten

Auf der WWDC gibt Apple Einblick in die nächsten Betriebssystemversionen, eine Ankündigung zu ARM-Macs könnte ebenfalls auf der Agenda stehen.

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Apple-Chef Tim Cook bei der Eröffnung der WWDC 2019.

(Bild: Apple)

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Am 22. Juni eröffnet Apple seine alljährliche Entwicklerkonferenz mit einer Keynote. Es ist das erste "Special Event", das das Unternehmen in diesem Jahr veranstaltet und das bedingt durch die Coronavirus-Pandemie rein online stattfindet. Apple wird dabei einen Ausblick auf die Zukunft seiner Betriebssysteme sowie neue Schnittstellen geben – von iOS 14 über macOS 10.16 und tvOS 14 bis hin zu watchOS 7.

Nach erheblichen Pannen beim Start von iOS 13 liegt nun auf der Hand, dass Stabilität und Leistung bei iOS 14 mit im Vordergrund stehen – wie zuletzt bei iOS 12. Im Gespräch ist auch eine weitere Öffnung für Apps von Drittanbietern: Apple erwäge, dass Nutzer zum ersten Mal eigene Standard-Apps für Browser und E-Mail festlegen können, hieß es im Frühjahr – es wäre eine weitreichende Änderung für das Betriebssystem.

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Eine Überarbeitung des seit Einführung des iPhones im Jahr 2007 weitestgehend unveränderten Homescreens wird zudem seit längerem erwartet. Ob Apple es allerdings geschafft hat, ein derartiges Großprojekt in den vergangenen Monaten umzusetzen, bleibt abzuwarten, bislang gibt es nur vage Hinweise auf neue Sortierfunktionen für Apps in iOS 14. Ganz konkret zeichnete sich bereits eine wichtige andere Neuerung ab: Das iPhone dient bald als Autoschlüssel, dazu dürften konkrete Details folgen.

Viele Nutzer warten gespannt, wie die Zukunft von iPadOS aussieht, das im vergangenen Jahr erste größere Schritte zu einem eigenständigen Betriebssystem unternommen hat. Mit umfangreichem Support für Mäuse und Trackpads hat Apple iPadOS jüngst aber schon mit einer erheblichen Neuerung ausgerüstet, konkrete Hinweise auf spezielle neue Funktionen in iPadOS 14 sind bislang nicht durchgesickert.

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Auch zu Funktionsneuerungen bei der nächsten großen macOS-Version gibt es bislang keine Informationen. Allerdings lauert Apples nächster Prozessorwechsel am Horizont: Bis spätestens Anfang 2021 werden erste Macs mit hauseigenen ARM-basierten Chips erwartet, die die bisherigen Intel-Prozessoren ablösen sollen. Eine diesbezügliche Ankündigung steht angeblich bevor, um Entwicklern Vorlaufzeit für die Anpassung ihrer Mac-Software zu geben. Den letzten Mac-Prozessorwechsel von PowerPC auf Intel wurde noch von Steve Jobs angekündigt – auf der WWDC 2005.

Die WWDC-Keynote nutzte Apple in den letzten Jahren teils auch für Hardware-Vorstellungen. Neue Produkte wie das iPhone SE 2020 sowie aktualisierte Versionen von MacBook Pro, MacBook Air und iPad Pro hat Apple schon im Frühjahr gezeigt. Ein möglicher Kandidat für eine Vorstellung bleibt ein iMac mit modernem Design und besserer Technik. Auch von den darin immer noch zu findenden magnetischen Festplatten wolle sich der Konzern endlich verabschieden, hieß es zuvor.

Die WWDC findet in diesem Jahr rein online statt – von der Keynote bis hin zu den einzelnen Sessions.

(Bild: Apple)

Seit Monaten bereitet Apple inzwischen die Einführung von Schlüsselfindern mit dem Namen "AirTags" vor, die selbst in einem Support-Video des Herstellers schon Erwähnung fanden. Möglicherweise werden die Accessoires aber auch erst im Herbst zusammen mit dem iPhone 12 präsentiert. Überraschende Produktankündigungen hat das Unternehmen jedenfalls gerne in der Hinterhand.

(lbe)