iOS 15.2: Apples Datenschutzbericht soll App-Aktivitäten offenlegen

Nutzer sehen meist nicht, auf welche Daten iPhone-Apps zugreifen und wohin sie Verbindung aufnehmen. Ein Update für iOS 15 soll das ändern.

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App-Datenschutzbericht iOS 15.2
Von
  • Leo Becker

Apple bereitet die Einführung eines App-Datenschutzberichts vor. Der neue "App Privacy Report" soll offensichtlich mit iOS und iPadOS 15.2 eingeführt werden, die Funktion ist dort bereits integriert. Der Betatestlauf der neuen Betriebssystemversionen hat in der Nacht auf Donnerstag begonnen, ist bislang aber nur für Entwickler verfügbar.

Apples Datenschutzbericht verschafft Nutzern einen schnellen Einblick, was die Apps auf ihren iPhones und iPads eigentlich machen: Zu dem Protokoll gehören die Zugriffe auf Sensoren wie Mikrofon, Kamera und Standortabfrage sowie das Auslesen von Daten des Nutzers wie etwa Fotos.

Zudem werden die Netzwerkaktivitäten protokolliert, man sieht also, zu welchen Servern eine App Verbindung aufnimmt und wie oft. Das legt auch offen, ob Apps zum Beispiel Analyse- und Tracking-Tools von Werbefirmen wie Google & Co kontaktieren – immer noch eine gängige Praxis bei vielen Apps. Auch mit Apps aufgerufene Webseiten sowie die am häufigsten kontaktierten Domains verzeichnet Apple in dem Bericht. Android 12 enthält ebenfalls ein Datenschutz-Dashboard, das Sensorzugriffe aufführt – aber keine Netzwerkaktivitäten.

Apple hofft offenbar, Entwickler und App-Anbieter allein durch das künftige Sichtbarmachen der Zugriffe und Netzwerkaktivitäten zu möglichst datensparsamen Apps zu bewegen: Die Einführung des App-Datenschutzberichts sei eine "großartige Gelegenheit", die Nutzung von Sensoren, Daten und Internet bei den eigenen Apps zu überprüfen, schreibt Apple in den Veröffentlichungsangaben zu iOS 15.2 für Entwickler. Apple hat gerade erst iOS 15.1 veröffentlicht, eine finale Fassung von Version 15.2 könnte im November oder Dezember erscheinen.

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Seit iOS und iPadOS 15.0 können Nutzer bereits die App-Aktivität in den Datenschutzeinstellungen aufzeichnen, es fehlt bisher jedoch eine Bedienoberfläche, diese folgt dann mit iOS 15.2 in Gestalt des App-Datenschutzberichts. Aktuell lässt sich lediglich eine JSON-Datei exportieren, die die App-Aktivität der vergangenen Tage enthält und mit anderen Programmen auslesbar ist. Der App-Datenschutzbericht ergänzt Apples mit iOS 14 eingeleitete Datenschutzinitiative rund um Apps, die bislang die Datenschutz-Labels im App Store sowie die Tracking-Transparenz umfasst.

(lbe)