iOS 16.1: Neuer Schalter soll Wartezeiten beim Starten neuer Apps reduzieren

Ein neuer Wahlschalter ermöglicht das automatische Laden von In-App-Inhalten direkt nach dem Download im App Store. Entdeckt wurde er in Beta 3 von iOS 16.1.

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(Bild: BigTunaOnline / Shutterstock)

Von
  • Malte Kirchner

In der dritten Beta-Testversion von iOS 16.1 ist in den App-Store-Einstellungen ein neuer Schalter aufgetaucht, mit dem bei frisch heruntergeladenen Apps automatisch Inhalte der App gleich nach dem Download nachgeladen werden können. Bislang müssen Nutzer hierfür das Programm selbst ein erstes Mal öffnen. Danach entstehen häufig Wartezeiten, insbesondere bei Spielen, die teilweise mehrere hundert Megabyte an Daten nachladen. Mitunter ist das Nachladen auch eine böse Überraschung, wenn Nutzer neue Apps unterwegs ein erstes Mal öffnen und ihr mobiles Datenvolumen belasten müssen oder nur niedrige Datenübertragungsraten vorfinden.

Um von der neuen Möglichkeit Gebrauch zu machen, müssen Entwickler ihre Apps wahrscheinlich nicht einmal anpassen. Stattdessen wird die App vom System nach dem Download einfach nur im Hintergrund aufgerufen. Offen bleibt, ob das System der App dabei signalisiert, dass sie im Hintergrund läuft oder ob der Aufruf so erfolgt, als wenn die App im Vordergrund gestartet wird, obwohl sie gar nicht zu sehen ist.

Dies macht insofern einen Unterschied, weil Apps für Downloads im Hintergrund normalerweise entsprechende Sessions anlegen müssen. Vor allem in den Anfangsjahren des iPhones war es so, dass Apps recht schnell vom System beendet wurden, nachdem der Nutzer sie verlassen hatte, um mit dem Speicher und der Belastung des Systems sowie der Batterielaufzeit zu haushalten. Apple schuf hiergegen das Instrument der Hintergrundsessions, die eine App beim System anmelden kann, sodass sie nicht beendet wird. Gleichwohl ist diese Möglichkeit nicht unbeschränkt nutzbar und das System setzt Downloads Grenzen, damit diese nicht zum Nachteil des Nutzers missbraucht werden können.

In der Entwicklerdokumentation heißt es jedoch, dass es vielfach bei Apps aber auch genügt, in Xcode einfach Background Modes auszuwählen, damit die App dann Datentransfers im Hintergrund beginnen kann, als wenn sie aktiv ist. In jedem Fall sollten die Apps ihren In-App-Inhalt automatisch direkt nach dem Start nachladen. Ist erst eine Nutzeraktion nötig, wird das neue Preloading vermutlich nicht funktionieren. Der Wahlschalter ist unter "Automatische Downloads" in der Einstellungen-App unter App Store zu finden.

Neben iOS 16.1 beta 3 wurde der neue Schalter auch in macOS Ventura beta 9 gefunden. Damit wäre er also auch für Mac-Apps nutzbar. Die Veröffentlichung der finalen Version von iOS 16.1 wird im Oktober erwartet. Das erste größere Update von iOS 16 wird voraussichtlich Bugfixes für Probleme bei der Akkulaufzeit und der Spotlight-Suche enthalten. Außerdem wird die Einführung der Live Aktivitäten erwartet. In den USA soll zudem ein neuer Lademodus angeboten werden, mit dem das iPhone besonders dann geladen wird, wenn Energie aus regenerativen Quellen im Überfluss bereitsteht.

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(mki)