iOS 16: Künftig funktioniert Apple Pay nicht mehr nur in Safari

Bislang konnte auf iPhone und iPad nur im Safari-Browser auf Websites mit Apple Pay bezahlt werden. Jetzt ermächtigt Apple auch Chrome, Edge und Firefox dazu.

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Bezahldienst Apple Pay

Hinweisschilder auf Apple Pay an einem Kiosk in der Münchener Allianz Arena.

(Bild: dpa, Lino Mirgeler)

Von
  • Malte Kirchner

Wer auf dem iPhone einen anderen Browser als Safari benutzt, kann mit iOS 16 im Herbst wahrscheinlich endlich auch dort mit Apple Pay auf Websites bezahlen. Still und heimlich hat Apple in den Betaversionen der nächsten großen Betriebssystemversion den Schalter hierfür umgelegt. In iOS 15 funktioniert das Bezahlen per Apple Pay im Browser bislang nämlich nur in Apples eigenem Safari-Browser. Es wird vermutet, dass Apple damit auf kartellrechtliche Untersuchungen rund um die eigene Browser-Engine WebKit reagiert.

Dass Apple in alternativen Webbrowsern auf iPhone und iPad keine Unterstützung von Apple Pay ermöglichte, bot den Kartellrechtlern Angriffsfläche. Anders als auf dem Mac dürfen Google, Mozilla und Microsoft nämlich auf den mobilen Geräten nicht ihre eigenen Browser-Engines benutzen. Stattdessen müssen sie ebenso wie Apple Safari auf WebKit zurückgreifen. Damit entbehrt aber die Apple-Pay-Sperre aus Sicht vieler einer nachvollziehbaren Logik.

Damit scheint aber nun Schluss zu sein. Der iOS-Entwickler Steve Moser machte die Apple-Pay-Funktion in Edge und Chrome als einer der Ersten bekannt. Laut dem IT-Magazin The Verge gab es aber wohl vor iOS 16 Beta 4 schon Sichtungen, wie auf Reddit nachzulesen ist. Apple selbst hat sich bislang nicht dazu geäußert. Mit Einführung des Digital Markets Act (DMA) in der Europäischen Union müsste Apple die Änderung wohl im Frühjahr 2023 ohnehin umsetzen.

Auf dem Mac ändert sich hingegen erst mal nichts. Hier wäre eine Änderung auch davon abhängig, dass die anderen Browserhersteller ihre Apps erst einmal anpassen – sofern Apple denn die nötige Öffnung herbeiführt.

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(mki)