iPad angeblich bald mit OLED-Bildschirm

Aus Asien kommen frische Gerüchte zu Apples Tablet-Strategie. Angeblich sind Mini-LEDs nur Übergangstechnik.

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Das iPad Air 4 kommt mit einem stinknormalen LCD.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Bislang setzt Apple bei iPads – genauso wie bei seinen MacBooks – auf traditionelle Bildschirmtechnik. Dass die regulären LCD-Screens künftig durch stromsparende und leuchtstarke Mini-LED-Hardware ersetzt werden sollen, wird schon seit Monaten kolportiert. Nun wagt sich ein südkoreanisches Fachblatt mit einer neuen These hervor: Angeblich sind die Mini-LEDs für Apple nur eine Übergangslösung.

Stattdessen strebe der Konzern an, schreibt The Elec, ab Ende 2021 erstmals große OLED-Bildschirme in Tablets zu verbauen. Das wäre für Apple ein Novum – bislang werden die organischen Leuchtdioden nur in iPhones eingesetzt. Allerdings in noch nie so vielen Modellen wie in diesem Jahr – sowohl iPhone 12 und 12 mini als auch iPhone 12 Pro und 12 Pro Max verwenden diese. Bei seinem 2019er Einstiegsmodell, dem iPhone 11, war noch ein regulärer LCD-Screen verwendet worden.

Dass sich Apple zunehmend für größere OLEDs interessiert, zeigt das iPhone 12 Pro Max, das in diesem Herbst erschienen ist. Es kommt mit dem bislang größten Screen dieser Art, den Apple jemals verwendet hat – 6,7 Zoll und nahezu randlos ist dieser nun. Beim iPhone 11 Pro Max von 2019 war nur ein 6,4 Zoll großes OLED integriert. Laut The Elec hat Apple mit seinen Bildschirmlieferanten Samsung und LG bereits ausgemacht, dass diese nun auch OLEDs für das iPad liefern sollen. Diese landen angeblich ab Ende des Jahres im iPad Pro.

Zuvor, in der ersten Jahreshälfte, seien erste iPads mit Mini-LED-Backlight geplant. Solche Displays haben einige Vorteile. Sie erlauben leichtere und dünnere Komponenten, bieten aber auch High-Dynamic-Range-Support plus hohen Kontrast. Zudem ist ein lokales Dimming möglich, was Strom spart und für ein insgesamt besseres Bild sorgt. Beobachter gehen davon aus, dass Apple bereits an der Nachfolgetechnik, den Micro-LEDs, forscht – sie könnten zunächst für die Computeruhr Apple Watch gedacht sein. Darin steckt derzeit OLED-Technik.

Apples jüngste iPad-Pro-Modelle kamen im Frühjahr 2020 auf den Markt. Ihre Neuerungen hielten sich in Grenzen. Sie lieferten einen LIDAR-Sensor sowie einen minimal verbesserten Hauptprozessor – das A12Z-Bionic-SoC mit einem zusätzlichen Grafikkern. Ob die Nutzer nun bis Herbst auf eine Aktualisierung warten müssen, bleibt abzuwarten. (bsc)