iPadOS 15: Apps dürfen um mehr RAM bitten

iPad-Apps sind durch ein RAM-Limit begrenzt, so dass sich der bis zu 16 GByte reichende Arbeitsspeicher nur in Teilen nutzen lässt. Das soll sich ändern.

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Von
  • Leo Becker

iPad-Apps dürfen künftig mehr als nur 5 GByte Arbeitsspeicher adressieren: Parallel zur zweiten Beta von iPadOS 15 hat Apple eine neue Berechtigung eingeführt, die Apps erlaubt, Zugriff auf mehr RAM anzufordern. Mit dem neuen "Entitlement" können Programme das Betriebssystem darüber informieren, dass sie mit einem höheren RAM-Limit eine bessere Leistung erbringen können, wie aus der Dokumentation des Herstellers hervorgeht. Wie viel Arbeitsspeicher sich dann letztlich adressieren lässt, bleibt vorerst offen.

Das funktioniere aber nur auf "unterstützten Geräten", merkt Apple an. Gemeint sein dürften damit die neuen iPad Pros mit M1-Chip, die erstmals mit deutlich mehr Arbeitsspeicher ausgestattet sind: Die Modelle mit 256 und 512 GByte Speicherplatz verfügen über 8 GByte RAM, die teuren 1-TByte- und 2-TByte-Ausführungen des iPad Pro sogar über 16 GByte RAM.

Entwickler und Kunden hatten sich nach der Einführung der neuen Pro-Tablets enttäuscht gezeigt, dass in den aktuellen Versionen von iOS 14 eine Limitierung des Arbeitsspeichers auf gut 5 GByte pro App besteht. Käufer der bis weit über 2000 Euro reichenden Spitzenmodelle bemängelten, dass sie in Profi-Apps wie der Mal-App Procreate beispielsweise auch nicht mehr Ebenen verwenden können als auf den etwas billigeren iPads mit 8 GByte Arbeitsspeicher.

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Unklar ist derzeit noch, ob Entwickler das Entitlement künftig einfach für ihre Apps einsetzen können oder dafür jeweils eine spezielle Erlaubnis von Apple benötigen.

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Beim Arbeitsspeicher der iPads zeigte sich Apple seit jeher knausrig: Die erste iPad-Generation war nur mit 256 MByte RAM ausgestattet, was sich selbst im Alltagseinsatz schnell negativ bemerkbar machte – Apps wurden im Hintergrund schnell vom Betriebssystem abgeschossen und mussten jeweils neu geladen werden. Die Unterstützung durch iOS-Updates stellte Apple schon nach gut zwei Jahren ein. Bislang hat sich der Hersteller auch stets geweigert, überhaupt Angaben zum verbauten Arbeitsspeicher der iPads zu machen, das hat sich erst mit den M1-Modellen geändert.

(lbe)