iPhone 12: Alle Modelle angeblich mit OLED – aber ohne Netzteil

Apple bringt OLED-Technik einem Bericht zufolge erstmals in iPhones unter der 1000-Euro-Marke. Netzteil und Kopfhörer würden aber nicht mehr mitgeliefert.

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Netzteil und Kopfhörer liegen bislang jedem iPhone bei – angeblich nicht mehr lange.

(Bild: marianstock/Shutterstock.com)

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Apple kann seine Flaggschiff-Smartphones 2020 offenbar komplett mit organischen Displays ausstatten: Alle iPhone-12-Modelle setzen nach Informationen der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei auf OLED-Bildschirme. Erste OLED-iPhones gibt es seit 2017, die Technik war bislang aber den teureren Modellreihen für Preise über 1000 Euro vorbehalten. Das Einstiegsmodell iPhone 11 setzt auf ein kontrastärmeres LC-Display mit einer Auflösung von 1792 x 828 Pixel.

Das iPhone 12 weise weiterhin eine prominente Aussparung für Sensoren ("Notch") am oberen Displayende auf, wie Nikkei unter Berufung auf einen informierten Manager berichtet. Apple habe es nicht geschafft, das Modul der Gesichtserkennung Face ID in den Bildschirm zu integrieren. Von Apples erhöhtem OLED-Bedarf werde hauptsächlich Samsung profitieren, so die Wirtschaftszeitung. Der chinesische Zulieferer BOE baue zwar seine OLED-Produktionskapazitäten aus, die Panels würden aber bislang noch nicht Apples Qualitätsstandard erfüllen.

Zum ersten Mal werde Apple bei den kommenden iPhones und iPads zudem darauf verzichten, ein Netzteil beizulegen. Auch Kopfhörer würden dann nicht mehr im iPhone-Lieferumfang enthalten sein, so die Zeitung, die damit vorausgehende Berichte und Spekulationen stützt. Neben einer Kostenersparnis könne Apple auch darauf verweisen, dass viele iPhone-Nutzer das Zubehör bereits besitzen. Die Einsparung könnte zudem zu weniger Elektromüll und kleineren Packungsgrößen führen – mit entsprechenden Einsparungen bei Logistik und Transport.

Das iPhone 12 mit Support für 5G-Mobilfunknetze wird Beobachtern zufolge in vier Modellreihen auf den Markt kommen, gewöhnlich erfolgt die Einführung im Herbst. Geplant seien ein neues kompakteres 5,4"-Modell, zwei Varianten mit einer Bildschirmdiagonale von 6,1 Zoll sowie ein neues Max-Modell mit größerem 6,7"-Display, wie Nikkei schreibt. Mit der Größen- geht wohl auch eine Design-Änderung einher: Die neuen iPhone-Modelle seien an das kantigere Gehäuse des iPad Pro respektive iPhone 5 angelehnt, hieß es zuvor.

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(lbe)