iPhone 12: Chipanbieter deutet späteren Verkaufsstart an

Der wichtige Apple-Zulieferer Broadcom erwartet den üblichen Umsatzsprung durch Komponentenbestellungen für iPhones diesmal ein Quartal später als sonst.

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Neue iPhones wie hier das XS Max zeigt Apple gewöhnlich im September.

(Bild: dpa, Marcio Jose Sanchez/AP)

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Immer mehr weist auf einen späteren Start des "iPhone 12" und "iPhone 12 Pro" hin: Ein sonst vor der Einführung neuer iPhone-Modelle üblicher Umsatzsprung sei diesmal ein Quartal später als gewohnt zu erwarten, teilte der Funkchipanbieter Broadcom mit, der zu den größten iPhone-Zulieferern zählt.

Apple wurde dabei nicht namentlich genannt, Firmenchef Hock Tan sprach nur von einer Verzögerung bei einem wichtigen Produktzyklus eines "großen nordamerikanischen Kunden aus der Mobiltelefonbranche" – Tans schon häufiger verwendete Umschreibung für den iPhone-Hersteller, der sich bekanntlich ungern in die Karten schauen lässt.

In Hinblick auf iPhone-Komponenten betonte Tan in einer Konferenzschaltung mit Analysten zugleich, die Firma sei "drin", es sei diesmal nur eine Frage des Timings. Man erwarte den Umsatzsprung in diesem Jahr erst im vierten Geschäftsquartal, das erstreckt sich bei Broadcom von Ende Juni bis Ende September 2020. Broadcoms drittes Geschäftsquartal werde diesmal deshalb das "Tief" des Geschäftsjahres darstellen, so Tan.

Vorausgehenden Medienberichten zufolge hat Apple die Massenfertigung der 2020er iPhones um rund einen Monat aufgeschoben – bedingt durch die Coronakrise. Es sei sowohl eine Reaktion auf Störungen in Lieferkette und Produktfinalisierung als auch der generellen Abschwächung bei der Verbrauchernachfrage.

Apple stellt neue iPhone-Spitzenmodelle gewöhnlich im September vor und bringt diese auch oft im weiteren Verlauf des Monats in den Handel. Einzelne Modellreihen starteten aber auch in den letzten Jahren schon später – entsprechend könnte auch der Verkaufsstart des iPhone 12 im Oktober oder spätestens Anfang November erfolgen.

Erwartet wird in diesem Jahr neues iPhone-Design, das an die kantigere Form des iPhone 5 erinnert. Neben Support für 5G-Mobilfunknetze dürfte Apple zudem erstmals vier Modellreihen einführen, davon zwei mit neuen Bildschirmgrößen: Neben einem kompakten 5,4"-iPhone und zwei 6,1"-Modellen (12 / 12 Pro) scheint auch ein neues "Max"-Spitzenmodell mit etwas größerem 6,7"-Display geplant.

(lbe)