iPhone 12 Pro (Max) mit 5G-Mobilfunk und A14-Prozessor

iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max bekommen größere Bildschirme und weisen mehr Unterschiede auf.

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Von
  • Johannes Schuster

Apple hat die wegen Corona um einen Monat verzögerten Ablösungen des iPhone 11 Pro und des iPhone Pro Max heute während einer Keynote in Cupertino vorgestellt. Die Bildschirmgrößen wachsen beim Pro von 5,8 auf 6,1 Zoll (wie beim iPhone 11 ohne Pro, aber mit 2532 mal 1170 Pixeln) und beim Pro Max von 6,5 auf 6,7 Zoll (2778 mal 1284 Pixel). Das Glas der Super Retina XDR genannten OLED-Displays ist jetzt mit einem gehärteten "Ceramic Shield" überzogen, der die Kratz- und Fallfestigkeit erhöht. Aus den abgerundeten Gehäusen werden kantige – ähnlich wie beim iPad Pro. Der Rahmen besteht aus Edelstahl. Die Farben Gold und Silber bleiben erhalten, aber statt Nachtgrün gibt es nun Pacific Blau, aus Space Grau wird Graphit. Außerdem hat Apple heute noch das iPhone 12 und das iPhone 12 Mini vorgestellt, über die wir separat berichten.

iPhone 12 Pro (17 Bilder)

Der Rahmen des iPhone 12 Pro besteht aus rostfreiem Edelstahl und kommt in vier Farben.

Als SoC (System on a Chip) kommt der aus dem iPad Air 4 bekannte A14 Bionic mit neuraler Engine zum Einsatz, der im 5-Nanometer-Prozess gefertigt wird. Er besitzt zwei High-Performance-Kerne, vier zum Energie sparen, sowie vier GPU-Cores. Der Arbeitsspeicher vergrößert sich vermutlich von 4 auf 6 GByte.

Beide Pro-Modelle unterstützen neben LTE auch das noch recht neue Mobilfunknetz 5G mit Downloads bis zu 4 GBit/s, die US-Version auch den Standard mmWave (Millimeterwelle), der in Deutschland noch nicht verwendet wird. Die von der Telekom und von Vodafone in Deutschland hauptsächlich verwendeten Frequenzbänder n1 bei 2100 MHz und n28 bei 700 MHz sind unter den vielen, die die hier verkauften Modell (A2407 vom iPhone 12 Pro und A2411 vom iPhone 12 Pro Max) beherrschen.

Das iPhone 12 Pro besitzt wie der Vorgänger drei 12-Megapixel-Kameras für Weitwinkel, Ultraweitwinkel und Tele. Das normale Weitwinkel hat jetzt ein Objektiv mit sieben statt sechs Linsen (7P) und einer Blende von f/1,6 statt f/1,8. Das Tele weist eine Brennweite von 52 mm auf, wodurch ein vierfacher optischer Zoom (Vergrößerungsfaktor zwischen Ultraweitwinkel und Tele) ermöglicht wird.

Neu beim iPhone 12 ist der vom iPad Pro bekannte LiDAR-Scanner zum Erfassen von räumlichen Objekten per Laserlicht, indem er ähnlich einem Radar Reflexionen misst. Er soll die 3D-Erfassung für Augmented Reality (AR), den Autofokus und den Portraitmodus verbessern.

Beim größeren iPhone 12 Pro Max verwendet Apple auch drei Objektive auf der Rückseite, allerdings besitzt der Weitwinkel-Sensor eine größere Fläche und das Tele eine Brennweite von 65 mm. Letzteres ermöglicht dem iPhone einen fünffachen optischen Zoom. Videos nehmen die beiden Mobiltelefone im Dolby-Vision-HDR-Format auf. Die Deep Fusion- und Nachtszenen-Modi will Apple verbessert haben, ebenso wie Smart HDR, das jetzt Smart HDR 3 heißt.

Die iPhones können nun drahtlos mit 15 statt mit 7,5 Watt geladen werden. Dazu bedarf es spezieller Ladegeräte, deren Schnittstelle von Magneten am iPhone fixiert wird. Apple nennt die vom Qi-Standard abweichende Technik nun "MagSafe" wie früher die magnetischen Anschlüsse für die MacBook-Netzteile.

Das günstigste Modell bringt nun jeweils 128 statt 64 GByte Speicher mit. Als weitere Größen stehen wie bisher 256 und 512 GByte zur Auswahl, die US-Preise ab 999 und 1099 Dollar blieben unverändert. In Deutschland kostete das iPhone 11 Pro zuletzt 1120 Euro und das Pro Max 1280 Euro, jetzt kostet das iPhone 12 Pro Max nur 1218, das iPhone 12 Pro weiterhin 1120 Euro. Trotz der hohen Preise werden ab sofort keine Ladegeräte und keine Ohrhörer mehr mitgeliefert, nur ein USB-C-zu-Lightning-Kabel. Vorbestellt werden können iPhone 12 Pro und 12 Pro Max ab dem 16. Oktober respektive dem 6. November, die Auslieferung soll am 23. Oktober respektive dem 13. November beginnen.

Das iPhone 12 ist bei den großen Providern bereits unverbindlich reservierbar, Vorbestellungen sind ab Freitag möglich. Die folgenden Links zeigen die aktuellen Angebote: Telekom, O2, Vodafone, Mobilcom-Debitel.

Geblieben ist es bei WLAN 6 (802.11ax, 2 x 2 MIMO), 4K-Videos mit 60 fps, 12-MP-Frontkamera für 4K@60fps-Videos, Gesichtserkennungs-Sensor für Face ID, True-Tone-Display für Weißabgleich passend zum Umgebungslicht, erweiterter Farbraum (P3), Wasserfestigkeit nach IP68, Ortung über Ultra-Wide-Band, GPS und GNSS.

Ältere iPhone-Modelle sind derzeit aber auch noch lieferbar:

(jes)