iPhone 13: Apple warnt Zulieferer angeblich vor rückläufiger Nachfrage

iPhone-Zulieferer müssen sich angeblich auf weniger Aufträge einstellen. Neben Chipknappheit drücke schwindende Kaufkraft den Absatz der teuren Smartphones.

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iPhone 13
Von
  • Leo Becker

Apple justiert bei der iPhone-Produktion nach: Der Konzern hat Komponentenzulieferer gewarnt, dass sich die Nachfrage der jüngsten Flaggschiffmodelle abschwäche, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Verweise auf informierte Personen berichtet. Apple habe das ursprünglich sehr hohe Produktionsziel von 90 Millionen Stück des iPhone 13 bedingt durch Chipknappheit bereits um 10 Millionen Stück gesenkt – in der Hoffnung, dies bei besserer Teileverfügbarkeit 2022 nachzuholen. Die gestrichenen Aufträge würden angesichts der derzeit schwächeren Nachfrage aber nicht nachgeholt, heißt es.

Verbraucher seien zunehmend zurückhaltend, sowohl durch inflationsbedingt steigende Preise für andere Waren und die Unsicherheit in Hinblick auf die Entwicklung der Coronaviruspandemie, schreibt Bloomberg. Die Neuerungen des iPhone 13 sind im Vergleich mit dem direkten Vorgänger iPhone 12 relativ überschaubar, das alte Modell verkauft Apple weiterhin.

Apple hatte im letzten Geschäftsquartal bereits gewarnt, dass der Konzern bedingt durch Chipknappheit die Nachfrage bei iPhones und anderen Geräten nicht bedienen konnte. Das habe Apple einen Umsatz von rund 6 Milliarden US-Dollar gekostet, so Apple-Chef Tim Cook. Der durch Teilemangel entstehende Umsatzausfall könne sich im Weihnachtsgeschäft noch vergrößern.

Auch mit dem gesenkten Produktionsziel scheint Apple immer noch mehr neue iPhones gefertigt zu haben als in den letzten beiden Weihnachtsquartalen. Cook beschrieb die Nachfrage des iPhone 13 kurz nach der Einführung im September als "sehr robust". In zentralen Märkten wie den USA hat Apple zusammen mit Mobilfunkanbietern größere Preisaktionen durchgeführt. In China wurde das iPhone 13 billiger angeboten als der Vorgänger; auf dem chinesischen Smartphone-Markt ist Apple im Oktober Analysten zufolge nach rund sechs Jahren wieder zum Marktführer geworden.

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(lbe)