"iPhone 13": Höhere Preise und zu wenig Arbeiter

Apple erwägt, die neue iPhone-Generation teurer zu machen. Grund sind höhere Komponententarife. Fertiger Foxconn braucht zudem dringend 200.000 neue Arbeiter.

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Tim Cook

Apple-Chef Tim Cook auf einer früheren China-Reise in Zhengzhou beim Zulieferer Foxconn.

(Bild: dpa, Bowen Liu/Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apples "iPhone 13", das im September erwartet wird, könnte (noch) teurer werden. Grund ist die aktuelle Chipkrise bei den asiatischen Fertigern von Komponenten für Smartphones, heißt es in einem Bericht des in Taiwan erscheinenden Elektronikfachblatts DigiTimes. Dabei geht es insbesondere um das SoC von TSMC, das Apple verbaut. Die zentrale Komponente, der ARM-basierte A15-Chip, der auch die GPU-Kerne integriert, soll um bis zu 20 Prozent teurer werden – zumindest ist dies die Ankündigung des taiwanischen Fertigers an seine Kundschaft für alle seine Chipprodukte.

Da Apple wichtigster TSMC-Kunde ist, muss dies nicht bedeuten, dass der iPhone-Konzern tatsächlich soviel Aufpreis zahlt – doch günstiger werden die SoCs auch für Apple sicher nicht. TSMC erhöht die Preise sowohl für seine älteren Prozesse als auch die brandneuen, wobei Quellen der DigiTimes zufolge hier die Erhöhung bei maximal 10 Prozent liegen. Der "A15"-Chip sollte wie der A14 aus dem iPhone 12 im 5-nm-Verfahren gefertigt werden. Apple plane, die Tarife beim "iPhone 13" zu erhöhen, um höhere Kosten beim Einkauf zu kompensieren. Diese könnten ein Plus von fünf bis zehn Prozent beim Gesamtpreis der neuen Geräte bedeuten, hieß es weiter.

Schon das iPhone 12 ist kein billiges Vergnügen. So beginnt das iPhone 12 mini, wenn man es beim Hersteller vertragslos erwirbt, bei 800 Euro. Das iPhone 12 mit 6,1 Zoll kostet 900 Euro, für ein iPhone 12 Pro muss man mindestens 1150 Euro anlegen, für ein iPhone 12 Pro Max gar mindestens 1250 Euro. Das aktuell teuerste Modell, das iPhone 12 Pro Max mit 512 GByte Speicher, lässt sich Apple mit 1600 Euro bezahlen.

Auswirkungen auf die "iPhone 13"-Preise könnte auch die Tatsache haben, das Apple aktuell Schwierigkeiten hat, genügend Mitarbeiter für seine Fertigung zu finden. Laut einer Meldung der in Hongkong erscheinenden South China Morning Post sucht Apples wichtigster Produzent Foxconn aktuell 200.000 weitere Mitarbeiter – für ein einziges Werk in Zhengzhou. Es falle zunehmend schwer, genügend Arbeiter zu gewinnen. Bis zu 500.000 iPhones pro Tag sollen sie bauen. Zuletzt hatte Foxconn extra die Bonuszahlungen erhöht, um Saisonarbeiter anzulocken.

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(bsc)