iPhone: Apples neue Podcasts-App nervt Nutzer

Zurückgesetzte Download-Präferenzen, entfernte Funktionen: User beklagen sich über die in iOS 14.5 renovierte App. Und Serverausfälle gab es auch.

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(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apple hat mit dem großen iOS-Update 14.5 ungefragt auch eine komplett überarbeitete Version der Podcasts-App spendiert, die Teil des Betriebssystems ist. Sie bringt unter anderem Änderungen bei der Bedienung mit, ändert automatisch aber auch Einstellungen. Das sorgt bei vielen Usern zunehmend für Verwirrung und Klagen.

Mit iOS 14.5 führt Apple auch Podcast-Abodienste (für die Apple Provision erhält) ein und betätigt sich künftig sogar selbst als Verleger von Audioreihen. Offenbar machte der Konzern im Zuge dieser Veränderungen tabula rasa in seiner App. Auf Reddit und in sozialen Netzwerken machen sich User Luft über die Veränderungen. Bei manchem Nutzer wurde jede noch nicht gehörte Folge in die Bibliothek hinzugefügt sowie heruntergeladen – teilweise jahregroße Bibliotheken.

Das Download-Feature schaltet sich dabei automatisch an. Das kann schlimmstenfalls zu hohem Datenverbrauch über das Mobilnetz führen, wenn das iPhone nicht im WLAN eingebucht ist. Es soll nicht mehr möglich sein, bereits abgespielte Epidsoden einfach zu verstecken und die Wiedergabe-History wurde bei manchen Usern gelöscht. Die Usability entspricht nun weniger einem Podcast-Client als einem Tool zur Wiedergabe von TV-Serien, heißt es in den Nutzerkritiken.

Apple hatte bis zum Montag außerdem schwerwiegende Probleme mit seiner Podcasts-Serverinfrastruktur. Über mehrere Tage kam es unter anderem zu Ausfällen bei der Wiedergabe, der Synchronisation über Geräte hinweg und beim Download von Episoden. Selbst das Scrollen der App verlangsamte sich zum Teil, weil das Nachladen nicht korrekt erfolgte. Apple hatte die Ausfälle auf seiner Systemstatus-Website mitgeteilt. Sie sollen gestern im Laufe des Tages behoben worden sein.

(bsc)