iPhone: Neue Sicherheitsfunktionen gegen Spam und Phishing

In iOS 16 macht Apple es leichter, Hackversuche per Mail zu erkennen. Unverlangte Reklame per Kurznachricht lässt sich besser melden.

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(Bild: Tero Vesalainen/Shutterstock.com)

Von
  • Ben Schwan

Apple hat unter iOS 16 an den Sicherheitsfunktionen seines iPhone-Betriebssystems geschraubt. Neue Maßnahmen sollen insbesondere dafür sorgen, dass Spammer und Phisher es weniger leicht haben, Opfer zu finden.

So gibt es in der Apple-Mail-App unter iOS 16 nun ein Feature, mit dem automatisch überprüft werden kann, ob das in einer Nachricht enthaltene Logo tatsächlich von einem offiziellen Absender stammt. Die Funktion steckt auch in macOS 13 alias Ventura und basiert auf einer Technik des Konsortiums Brand Indicators for Message Identification (BIMI). Kommt eine E-Mail etwa tatsächlich von der eigenen Bank, wird nun unterhalb des Absender- und Empfängerfeldes ein "digitally certified" (digital zertifiziert) angezeigt, sofern die Nachricht mittels BIMI gesichert wurde.

Klickt man auf die Bezeichnung, erscheint ein Informationsdialog, der erläutert, dass das in der Mail enthaltene Logo tatsächlich von seinem Besitzer und der entsprechenden Domain kommt. Phisher, die etwa das Logo einer Bank fälschen, sollen so auffallen – das BIMI-System ist so gestaltet, dass sie sich die Zertifizierung nicht selbst besorgen können. BIMI wird bereits von anderen E-Mail-Anbietern angeboten, darunter Yahoo, Google und Fastmail. Aufgrund der Beliebtheit von Apple Mail dürfte iOS 16 nun für eine noch größere Verbreitung der Technik sorgen. Damit sie funktioniert, müssen Banken und andere sicherheitsrelevante Absender sie allerdings zunächst unterstützen – das sind derzeit vor allem US-Institutionen.

Weiterhin neu im nächsten iPhone-Betriebssystem ist die Möglichkeit, Spam, der per Textnachricht aufs Gerät kommt, einfacher zu melden. Dazu hat Apple, wie Nutzer der zweiten Beta von iOS 16 entdeckt haben, ein neues "Junk melden"-Feature implementiert, dass nun nicht nur iMessage-Botschaften, sondern auch SMS und MMS abdeckt. Die Meldung geht dann direkt an den Mobilfunkanbieter, weshalb dieser sich zunächst für die Funktion freischalten lassen muss.

In den USA sollen bereits erste Netzbetreiber mit im Boot sein. Ob auch europäische hinzukommen, blieb zunächst unklar. Neben regulärem Telefonspam steigt die Anzahl an Müllbotschaften auch per SMS, MMS und iMessage sowie in Nachrichtendiensten wie WhatsApp oder Facebook Messenger beständig an. SMS und MMS lassen sich – so zumindest die Hoffnung – auch auf Netzebene sperren, indem bestimmte Versender blockiert werden. Dies können aber nur die Mobilfunker selbst übernehmen – und dazu müssen sie zunächst informiert sein.

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(bsc)