iPod touch: Beschleunigter Abverkauf

Wer Apples letzten offiziellen Musikspieler haben möchte, sollte sich beeilen: Einige Läden haben noch Bestände, doch die gehen schnell aus.

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iPod touch

Ein Prozess um den Vorwurf unfairen Wettbewerbs beim iPod-Player hätte Apple bei ungünstigem Ausgang über eine Milliarde Dollar kosten können. Die Geschworenen kamen jedoch zu einem schnellen Freispruch.

(Bild: dpa, Christoph Dernbach/Symbol)

Von
  • Ben Schwan

Nach Apples offizieller Abkündigung des iPod touch – des letzten Musikspielers, den der Konzern noch im Angebot hatte – laufen die offiziellen Kanäle leer. Bei Apple selbst hat sich der Bestand bereits stark reduziert, während Händler noch Stückzahlen haben. Unterdessen versuchen "Scalper" auf eBay, die nachlassende Verfügbarkeit für sich zu nutzen und beginnen, Mondpreise zu verlangen.

Apple hatte sich am 10. Mai offiziell dazu entschlossen, keine iPods mehr zu produzieren. Bei dem letzten vorhandenen Gerät handelte es sich sowieso nicht mehr um einen klassischen iPod, der allein für Musik da war – der iPod touch, der erstmals im Herbst 2007 auf den Markt gebracht wurde, war eigentlich ein iPhone ohne Mobilfunkchip, das mit iOS läuft. Die anderen Modelle hatte Apple bereits 2017 (iPod nano und iPod shuffle) beziehungsweise 2014 (iPod classic) eingestellt.

Zum Ende der iPod-Ära verwies Apple darauf, dass die Musik weiterlebe, denn Musik sei ja heute in der gesamten Apple-Produktpalette ein wichtiges Element, das etwa via Apple Music wiedergegeben werden kann. Zudem war der iPod touch, der zuletzt in siebter Generation auf dem Markt war, extrem veraltet und dennoch vergleichsweise teuer. Die Hardware, die im Mai 2019 auf den Markt gebracht wurde, kam mit dem A10-Fusion-SoC aus dem iPhone 7 von 2016.

Dennoch ist die Nachfrage zum Ende der iPod-Ära nun gestiegen – offenbar erhoffen sich Käufer, dass die Preise künftig steigen oder sie wollen unbedingt doch noch ein Gerät. Bei Apple sieht es mit Online-Bestellungen bereits teilweise mau aus. So sind nur noch bestimmte Farben für den Versand erhältlich, andere lagern noch in einem der deutschen Apple-Läden und können auf Vorbestellung (oder einfach direkt) abgeholt werden.

Bei Händlern (siehe Preisvergleich) ist ebenfalls noch Bestand da, aber auch der dürfte schnell schrumpfen. Was man jedoch auf keinen Fall tun sollte, ist der Kauf über eBay – zumindest, wenn man nicht auf den Preis achtet. So gibt es bereits Nutzerinnen und Nutzer, die einen aktuellen iPod touch in Rot für 700 Euro verkaufen – oder ein silbernes Modell für 600 Euro. Bei Apple zahlt man zwischen 230 und 450 Euro – auch das für die veraltete Hardware eigentlich zu viel. Im Handel sind noch günstigere Preise verfügbar.

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(bsc)