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iX 8/2021: Besser programmieren mit KI

Mit einer KI an der Seite programmiert's sich schneller. Doch sie macht Entwickler nicht arbeitslos: Nicht zuverlässig genug erhält man das gewünschte Ergebnis.

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Von
  • Moritz Förster

Zunehmend kommt in der Softwareentwicklung künstliche Intelligenz zum Einsatz. Ein prominentes Beispiel ist GPT-3: Mit dem Sprachmodell lassen sich in natürlicher Sprache formulierte Anforderungen automatisch in ein Computerprogramm übertragen. Videos, in denen Nutzer zum Beispiel mit wenigen Befehlen die Google-Webseite nachbauen, sorgen für Aufsehen.

Doch wie Bernd Finkbeiner und Frederik Schmitt in der neuen iX 8/2021 erklären, sind solche Vorführungen mit Vorsicht zu genießen – wortwörtlich, denn die KI kann ihren Code nicht auf Korrektheit überprüfen. Entsprechend weisen auch Anbieter wie GitHub explizit darauf hin, dass die Verantwortung dafür, dass das Programm am Ende macht, was es soll, dennoch beim Entwickler liegt.

Schon jetzt zuverlässig funktioniert jedoch die Syntax-Guided Synthesis (SyGuS). Zentraler Aspekt ist, dass man die Menge aller möglichen Programme mit einer domänenspezifischen Sprache (DSL) formalisiert. Ein Beispiel findet sich bei Excel: Zunächst gibt man Daten nach einem Muster ein – wie die Trennung von Namen in Vor- und Nachnamen – und das Programm erkennt dieses Muster automatisch und kann den Rest der Tabelle selbsttätig vervollständigen.

Im Hintergrund berechnet der Codegenerierungsalgorithmus für jedes Beispiel mehrere Programme, deren Ergebnisse mit dem des Beispiels übereinstimmen. Funktioniert eines dieser Programme mit allen Beispielen, muss es sich um das korrekte handeln. Ist es aber nur bei einem Teil der Beispiele anwendbar, ein anderes Programm jedoch bei der anderen Hälfte, partitioniert die Software die Daten in unterschiedliche Klassen. Bei Namen wären das der Nachname, Vorname sowie Vorname Nachname.

Eine Einführung in das Thema Codesynthese findet sich im Artikel der neuen iX. Außerdem wirft das Augustheft einen Blick auf IDEs mit KI-Unterstützung und KI-gestütztes Unit Testing. Für Security-Administratoren widmet sich die iX 8/2021 außerdem der Windows-Sicherheit: Ein ausführlicher Artikel zeigt, wie sich mit einer Log-Analyse Angreifer enttarnen lassen und wie Verantwortliche Autostart-Schadsoftware finden können.

Alle Themen des neuen Hefts finden sich im Inhaltsverzeichnis. Wollen Sie künftig immer früher über die kommende iX informiert werden und exklusive Interviews zum neuen Titelthema lesen? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter.

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(fo)