inetutils 2.0: Nach sechs Jahren Update für ifconfig, traceroute und ping

Viele Netzwerk-Werkzeuge und -Dienste sind in den GNU Network Utilities zusammengefasst. Die neuen inetutils 2.0 ersetzen Version 1.94 von 2015.

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(Bild: asharkyu/Shutterstock.com)

Von
  • Michael Plura

Die GNU Network Utilities, kurz GNU inetutils, stellen seit langem eine Art Grundausstattung an Unix-Werkzeugen für das Netzwerk dar. Das nun in Version 2.0 vorliegende Paket besteht aus gut zwei Dutzend Daemons, Clients und Diagnoseprogrammen. Dazu gehören unter anderem Daemons für den Internet Super-Server (inetd), Syslog, FTP, Telnet und Talk sowie deren passende Clients, aber auch diverse kaum noch genutzte Remote-Tools (rlogin, rsh, rcp und rexec).

Mit an Bord sind ferner Ping für IPv4 und IPv6, Traceroute, "hostname" und "whois". Vor allem Linux-Benutzer, die das von Red Hat als Ersatz für "ifconfig" in den Markt gedrückte "ip" nicht verwenden wollen, erhalten mit der Installation der "inetutils" eine wesentlich übersichtlichere Ausgabe der Netzwerk-Interfaces. In BSDs ist "ifconfig" grundsätzlich im Basissystem enthalten.

Einige Änderungen eben dieses "ifconfig"-Befehls betreffen die BSD-Familie, die nun aussagekräftige Statistiken angezeigt bekommen. Sowohl bei GNU/Linux- als auch bei BSD-Systemen kann das aktualisierte "ifconfig" (via ether/hwaddr/lladdr-Parameter) die Hardware-Adresse (MAC) von Geräten ändern. Unter der Haube erhielten Diagnosewerkzeuge wie "traceroute" und "ping/ping6" die Möglichkeit, ICMP ECHOREQUEST aus unprivilegierten Umgebungen zu senden.

Die inetutils 2.0 enthalten unter anderem das klassische "ifconfig" mit einer gegenüber "ip" besseren Lesbarkeit.

(Bild: Michael Plura)

Die Entwickler arbeiten offenbar nicht in einer Plattform-Monokultur, denn auch Systeme außerhalb des Mainstreams erhielten Verbesserungen: "ftp" wurde an Android und "tftpd" an die IBM AIX-Plattform angepasst, "telnetd" für Sun Solaris erhielt einige Erweiterungen.

Die für sechs Jahre Entwicklung nicht gerade vielen Änderungen sind in einem Posting in der Info-Mailaingliste von GNU dokumentiert. Alle Befehle der Suite sind außerdem ausführlich im GNU Network Utilities-Manual beschrieben. Der Vorgänger 1.94 erschien 2015.

(fo)