kurz informiert: Britische Corona-App, Woven City, Android, Digital-Fähigkeiten

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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  • Sylke Wilde

Die in Großbritannien gebräuchliche App zur Nachverfolgung von Kontakten kann laut Wissenschaftlern rund 600.000 Fälle von Infektionen mit Covid-19 verhindert haben. Ein Team der Oxford University untersuchte 1,5 Millionen Benachrichtigungen, die zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember 2020 von der App des britischen National Health Service versandt wurden; in dieser Zeit infizierten sich fast 2 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. Wie die Analyse zeigte, gingen von jeder positiv darauf getesteten Person im Durchschnitt 4,4 Benachrichtigungen aus. Ohne diese hätte es laut der Hochrechnung zwischen 200.000 und 900.000 zusätzliche Fälle gegeben.

Toyota und die eigens gegründete Holding Woven Planet haben am Dienstag gemeinsam den ersten Spatenstich für Japans vernetzte Stadt Woven City gesetzt. Die verwobene Stadt soll auf dem Fahrzeughof des ehemaligen Higashi-Fuji-Werks von Toyota entstehen. Wie Toyota mitteilte, wurde der Baubeginn mit einer aufwendigen Zeremonie eingeleitet. In der Nähe des Berges Fuji soll mit Woven City eine verwobene Stadt entstehen, in der Menschen zusammen mit zukünftigen Technologien leben und sie weiterentwickeln. Dazu werden die Gebäude und Fahrzeuge komplett miteinander vernetzt.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Google hat mehrere neue Features für sein Android-Betriebssystem angekündigt. Nutzer von Android-Version 9 oder neuer können in Googles eigenem Passwort-Manager künftig das Feature Password Checkup nutzen. Das Tool weist Nutzer beim Login zu einer Webseite oder einem Dienst aktiv darauf hin, falls ihr Passwort in einem Datenleak auftaucht. Eine weitere Neuigkeit: In der Chat- und SMS-Anwendung Messages [Link auf https://heise.de/-5064014]kann man Nachrichten nun so einstellen, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt verschickt werden. Außerdem frischt Google seinen Screenreader TalkBack mit überarbeiteten Menüs und Gestensteuerung auf.

Der Europäische Rechnungshof bemängelt, dass in der EU zu wenig für digitale Fähigkeiten von Erwachsenen getan wird. 2019 habe es bei 44 Prozent der 16- bis 74-Jährigen an grundlegenden digitalen Fähigkeiten gemangelt. Ähnliches gelte für ein Drittel der arbeitenden oder arbeitssuchenden Erwachsenen im Alter zwischen 25 und 64 – was mehr als 75 Millionen Menschen betreffe, heißt es in einer am Dienstag vorgestellten Analyse. Teilweise hätten sie das Internet in den vergangenen drei Monaten überhaupt nicht genutzt.

(sy)