kurz informiert: Data Act, Telematik, Tesla, VR

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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kurz informiert: Data Act, Telematik, Tesla, VR
Von
  • Isabel Grünewald

Mit ihrem Entwurf für ein Datengesetz ist die EU-Kommission übers Ziel hinausgeschossen. Dies monieren der Europäische Datenschutzausschuss und der EU-Datenschutzbeauftragte Wojciech Wiewiórowski. Sie fordern höhere Schranken etwa bei der Datenverarbeitung für Zwecke des Direktmarketings oder der Werbung, der Mitarbeiterüberwachung sowie der Kreditwürdigkeitsprüfung per Scoring. Starke Bedenken haben die EU-Datenschützer hinsichtlich einer Notfallklausel, laut der öffentliche Stellen etwa bei Naturkatastrophen, Pandemien und Terroranschlägen auf private Daten zugreifen dürften.

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Technische Probleme verzögern die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (kurz eAU) und des elektronischen Rezepts. Das Das zeigt eine Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. 60 Prozent der Befragten nennen Probleme in der Telematikinfrastruktur (oder TI) als größtes Hindernis für die Nutzung der eAU. Mehr als die Hälfte gab an, dass es beim Einlösen der Rezepte in den Apotheken zu Schwierigkeiten kam. Die TI soll eigentlich alle Akteure des Gesundheitswesens – Praxen, Krankenkassen, Apotheken und Co. – miteinander verbinden.

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Im brandenburgischen Grünheide hat die sogenannte Erstrevision der Tesla-Fabrik begonnen, eine Art Abnahmeprüfung. Bis zum 20. Mai werde in der Anlage geprüft, ob sie tatsächlich genehmigungskonform errichtet wurde und betrieben wird, teilte das Umweltministerium mit. In der ersten E-Auto-Fabrik von Tesla in Europa rollt seit dem 22. März das Model Y im Testbetrieb vom Band. Allerdings sind noch nicht alle Auflagen aus der umweltrechtlichen Genehmigung des Landes erfüllt, weil die Anlage in Teilschritten in Betrieb genommen wird. Daher würden auch die Auflagen für die jeweiligen Anlagenteile sukzessiv erfüllt.

Rundum-Sehen und Hören, diese Sinne wurden bislang vor allem in der virtuellen Realität benutzt. Jetzt kommt der Tastsinn dazu, zumindest auf den Lippen. Mouth Haptic nennt sich das Projekt der Future Interface Group an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, berichtet die Zeitschrift Make. Möglich macht die Gefühlübertragung ein unter der VR-Brille angebrachtes Array aus 64 Ultraschall-Transmittern, deren Schall auf den Mund des Brillenträgers zielt. Wer jetzt denkt, dies diene vor allem einer Kuss-Simulation, der irrt. Durch geschickte Variation der Frequenzen, Amplituden und Phasenverschiebungen konnten bei den Probanden im Versuch Gefühle wie Wind, Regen, Zähneputzen oder sogar im Mund steckende Zigarren hervorgerufen werden.

(igr)