macOS 11.4: Externe Bootmedien laufen zuverlässig am M1

Fünf Updates hat es gedauert, doch nun sollten Backup-Startprobleme auch bei ARM-Macs aus der Welt geschafft sein. Eine Sache muss aber beachtet werden.

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Installations-Icon von macOS 11.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Mit der aktuellen macOS-Big-Sur-Version soll es endlich regelmäßig funktionieren, externe Backups auf M1-Macs als Bootmedien zu verwenden. Das melden Nutzer, die ihr System regelmäßig mit Werkzeugen wie Carbon Copy Cloner sichern. Vor macOS 11.4 funktionierte das Booten externer SSDs auf Apple-Silicon-Maschinen entweder gar nicht oder nur manchmal; was der Grund dafür war, ist unklar.

Wie etwa der bekannte Apple-Blogger Howard Oakley festgestellt hat, bleibt es bei einem Problem: Handelt es sich bei dem externen Medium um ein USB-C-Gerät, muss man auf die Kabelauswahl achten. Ist dies für Thunderbolt freigegeben, kann es sein, dass das Booten streikt; dann helfe ein reines USB-C-Datenkabel. Alternativ kann auch – falls vorhanden – ein USB-A-Port über ein USB-C-nach-A-Kabel verwendet werden. Reine Thunderbolt-Medien sind zu bevorzugen (samt entsprechendem Kabel, versteht sich).

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Apple hatte es seit macOS 11 nicht hinbekommen, auf M1-Macs eine Bootbarkeit externer Backups zu implementieren. Mit der Betaversion von macOS 11.4 änderte sich das erstmals. Backup-Medien sollten am besten unter macOS 11.4 formatiert worden sein; offenbar ändert Apple hier etwas an den APFS-Daten. Es ist aber möglich, auch ältere macOS-11-Versionen mit den entsprechenden Installern (ab 11.2) auf ein externes Medium zu bringen. Bei Carbon Copy Cloner sollte der Legacy-Modus verwendet werden, um einen Klon der internen SSD anzufertigen.

Das Startsystem kann anschließend über die Systemeinstellungen oder das Recovery-Betriebssystem ausgewählt werden; dabei ist ein Administratorpasswort notwendig. Teilweise dauert dies eine ganze Weile – auch das Setup einer neuen macOS-Installation auf einem externen Medium braucht länger, als man das eigentlich erwarten würde.

Durch Apples schärfere Systemabsicherung unter macOS 11 alias Big Sur samt der Möglichkeiten der M1-Maschinen werden bestimmte Vorgänge erschwert. Zuletzt wurde bekannt, dass Apple-Silicon-Macs bei Hardwaredefekten nicht mehr von Backups booten können. Der Grund dafür liegt darin, dass Apple alle Boot-Vorgänge auf ARM-Macs stets lokal durchführt – zur Absicherung des Startvorgangs und zur Sicherstellung der Integrität des Betriebssystems. Dazu muss das Backup autorisiert werden – über Systemeinstellungen oder recoveryOS. (bsc)