macOS 12: Apple killt Mail-Plug-ins

Künftig laufen reguläre Erweiterung für das Apple-Mail-Programm in Monterey nicht mehr. Allerdings gibt es mit MailKit ein neues Extension-Framework.

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(Bild: Screenshot Apple)

Von
  • Ben Schwan

Viele Nutzer setzen für Apple Mail Plug-ins ein, um die Nutzungsmöglichkeiten der E-Mail-Anwendung zu erweitern. Mit macOS 12 alias Monterey, das im Herbst erscheinen soll, werden sie sich auf Änderungen vorbereiten müssen: Apple streicht die bisherige Erweiterungsschnittstelle (die teilweise auf privaten APIs basiert und von Version zu Version unklare Veränderungen brachte) und ersetzt sie durch ein neue.

MailKit soll laut Angaben von Apple "einfach und sicher" mit der Mail-App interagieren können. Die Unterstützung für alte Plug-ins werde beendet; unklar blieb zunächst allerdings, wann dies passiert, also ob der "Cutoff" sofort mit mac OS 12.0 oder in einer späteren Monterey-Version erfolgt. Apple gab in einer Session bei der WWDC 2021 nur bekannt, dass es sich um "eine künftige Version von macOS" handeln werde, in der der Support wegfällt.

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Weiterhin nicht geklärt ist, ob MailKit-Plug-ins alle Funktionen unterstützen werden, die die aktuellen Erweiterungen beherrschen. Apple teilte mit, man erlaube vier Bereiche, in denen Plug-ins innerhalb von Apple Mail agieren können. Dabei handelt es sich um das Erstellen von Mails (Compose), Aktionen, die auf einlaufende Malls angewendet werden (Actions), ein Inhaltefilter gegen Spam und "spezifische Kriterien im HTML-Code einer Mail" (Content Blocking) sowie Sicherheitsfunktionen für Nachrichten (Message Security), also etwa Verschlüsselung für empfangene und gesende Nachrichten sowie digitale Signaturen.

Auf den ersten Blick wirkt dies, als ob es ausreicht; ob dem wirklich so ist, müssen erst praktische Erfahrungen zeigen. Die Erstellung von MailKit-Plug-ins ist mit der Beta von Xcode 13 möglich; Entwickler sollen sich baldmöglichst damit beschäftigen. Darin ist ein Template für Mail-Extensions enthalten. Sie lassen sich dann über bestehende Mac-Anwendungen und auch über den Mac App Store ausspielen. iOS und iPadOS werden zunächst nicht unterstützt, hier hatte Apple erst kürzlich erstmals den Support von Browser-Extensions angekündigt. Mail in iOS 15 und macOS 12 kommt zudem mit einer neuen Abwehrmethode gegen Tracking-Pixel in Mail, bei der die Nutzer-IPs über Proxys geroutet werden.

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(bsc)