macOS 12: Keine Löschpflicht mehr beim Neuaufsetzen

Apple hat Monterey eine Funktion von iOS gegönnt: Das System lässt sich mit einem einfachen Handgriff zurücksetzen. Auch ein weiteres iPhone-Feature erbt macOS.

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macOS 12 alias Monterey.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Will man seinen Mac "plattmachen", kann man das bislang nur auf eine Art tun: Die SSD löschen und anschließend das Betriebssystem neu installieren. Das kann schlimmstenfalls eine Stunde und länger dauern. Unter iOS und iPadOS geht dies deutlich einfacher: Hier reicht ein Aufrufen der Systemeinstellungen, wo man sowohl Einstellungen als auch Inhalte löschen kann. Dabei bleibt das Betriebssystem selbst erhalten, man kann iPhone oder iPad also sofort neu aufsetzen. In macOS 12 alias Monterey ändert sich das nun, wie Entwickler entdeckt haben, die die Beta bereits ausprobieren dürfen.

Wie Apple selbst auf den Informationsseiten zu macOS 12 mitteilt, lassen sich künftig "alle Nutzerdaten und vom Nutzer installierten Apps vom System löschen, während das System, das aktuell installiert ist, erhalten bleibt". Datenschutztechnisch problematisch sei das nicht, da das Speichermedium eines Macs "stets mittels Apple Silicon oder [bei Intel-Maschinen] dem T2-Chip verschlüsselt" seien. Entsprechend involviert der Löschprozess nur das Zerstören der entsprechenden Verschlüsselungskeys. Dies sei "instantan" möglich.

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In der Monterey-Beta zeigt sich das Feature wie schon unter iOS und iPadOS in den Systemeinstellungen – im Drop-Down-Menü. Um den Vorgang zu starten, muss man natürlich ein Administratorpasswort eingeben. macOS 12 kommt dabei zugute, dass das System mittlerweile auf der SSD aufgesplittet ist. Das Betriebssystem hat eine eigene Partition und die Daten des Nutzers. Entsprechend kann hier eine saubere Trennung vorgenommen werden – auch beim Löschvorgang.

Eine weitere neue Funktion in Monterey, die vom iPhone stammt, ist der sogenannte Energiesparmodus (Low Power Mode). Auf iPhones gibt es diesen schon länger – er greift ab 20 Prozent Akkustand und dreht spezifisch batteriefressende Funktionen ab. Dies soll künftig auch auf MacBook und MacBook Air (ab 2016) sowie MacBook Pro (ab 2016) nutzbar sein. Laut Apple werden "energieintensive Apps" dann "gemanagt" und bestimmte Prozesse abgedreht. Auch die Prozessor-Taktrate wird gesenkt, ebenso wie die Bildschirmhelligkeit. Das Feature wird es auch künftig fürs iPad geben – mit iPadOS 15. macOS 12 ist ab Herbst erhältlich. Eine öffentliche Betaphase soll laut Apple in wenigen Wochen beginnen. (bsc)