macOS Big Sur: Softwareupdates sollen flotter werden

Viele Mac-User mögen Betriebssystemaktualisierung nicht, da sie den Rechner oft lange in Beschlag nehmen. Ein neuer Ansatz in macOS 11 soll's richten.

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macOS 11 alias Big Sur.

(Bild: Apple)

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Apple hat in Big Sur alias macOS 11 Änderungen vorgenommen, die das Update von Betriebssystemkomponenten signifikant beschleunigen sollen. Wie der Konzern in seiner Vorschau zu der neuen zentralen Mac-Software mitteilt, werden nach der Aktualisierung auf macOS 11 neue Updates künftig teilweise im Hintergrund eingespielt. Diese würden dadurch auch schneller beendet. "Es ist einfacher als je zuvor, Ihren Mac auf dem aktuellen Stand und sicher zu halten", lobt sich Apple selbst.

Bislang muss man sich als Apple-Nutzer darauf einrichten, mehrere Minuten lang zu warten, sobald Betriebssystem- oder Sicherheitsaktualisierungen eingespielt werden – teilweise benötigt der komplette Vorgang je nach Maschine 15 Minuten und mehr. Der Mac ist während dieser Zeit komplett blockiert und der Nutzer sieht nur anhand eines Fortschrittsbalkens auf schwarzem Hintergrund, was gerade passiert. Besonders lange dauern Firmware-Updates des EFI oder des integrierten Sicherheitschips – hier sind auch mehrere Neustarts notwendig.

Manche Nutzer neigen aufgrund der langsamen Aktualisierungen dazu, diese aufzuschieben und damit ihre Rechner samt Sicherheitslücken im Produktionsbetrieb zu belassen – etwas, was Apple mit der Update-Beschleunigung künftig zu vermeiden sucht. Genaue technische Details wurden bislang noch nicht genannt – da macOS Big Sur aktuell nur in der ersten Beta vorliegt, der Apple bislang noch kein Update verpasst hat, konnte der überarbeitete Aktualisierungsprozess auch noch nicht live beobachtet werden.

Es ist allerdings wahrscheinlich, dass Apple künftig bei macOS 11 ähnlich vorgeht wie bei iOS. Dort wird die Aktualisierung im Hintergrund vorbereitet, bevor der Nutzer tatsächlich einen Neustart einleiten muss, bei dem dann die Systemdateien direkt verändert werden. Schon dies sorgt für einen angenehmeren Nutzungsprozess, da man das iOS-Gerät zunächst ganz normal weiterverwenden kann.

macOS 11 (9 Bilder)

Aha, aus macOS 10.15 wird macOS 11 - und heißt Big Sur! Das ist ein Küstenstreifen im US-Bundesstaat Kalifornien.

macOS Big Sur bringt außerdem eine weitere Neuerung mit: Die Systempartition ist künftig kryptographisch signiert. Damit stellt das Betriebssystem sicher, dass Malware oder Hacker die Kernsoftware nicht kompromittieren können. Auch dies könnte bei Updates helfen, da Apple stets über den aktuellen Ist-Zustand informiert ist. (bsc)