macOS: Google verspricht weniger Batteriefraß durch den Chrome-Browser

Der Browser des Suchmaschinenriesen ist auf dem Mac recht akkuhungrig. Künftig soll sich das durch kleinere und größere Maßnahmen ändern.

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(Bild: Photo by Samantha Borges on Unsplash)

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Wer viele Tabs in Chrome offen hat, kann über die Batterieanzeige in macOS schnell feststellen, dass der Google-Browser häufig Akkufresser Nummer eins ist. Mit mehreren Maßnahmen will das Unternehmen dies künftig zumindest abmildern.

In kommenden Versionen sind verschiedene neue Funktionen und Änderungen geplant, teilte Google gegenüber dem Wall Street Journal mit. Wie Max Christoff, Direktor des Browser-Engineering im Chrome-Team mitteilte, ist dies ein "fortlaufendes Investment in Verbesserungen bei Geschwindigkeit, Leistung und Akkulaufzeit".

Google plant so unter anderem, das sogenannte Tab Throttling zu optimieren. Dabei sollen aktive Tabs besser priorisiert und solche im Hintergrund eingefroren werden. Noch immer gehen hier Ressourcen völlig ungenutzt drauf. So werden JavaScript-Time-Wake-ups nur noch minütlich möglich sein für Seiten, die sich im Hintergrund befinden. "Leistung bei Chrome ist eine Reise und kein Ziel", so Christoff.

Bereits in der kommenden Chrome-Version 86 könnte das Tab-Throttling greifen. Internen Google-Experimenten zufolge lassen sich bei 36 geöffneten Tabs so angeblich bis zu zwei Stunden Akkulaufzeit sparen, wenn keine weiteren Anwendungen laufen.

Chrome soll zudem künftig ressourcenintensive Reklame automatisch unterdrücken können – wobei sich Google, wo immer noch das meiste Geld mit Werbung verdient wird, hier in einem Zielkonflikt befinden dürfte. Zu rechnen ist mit ersten optimierten Versionen vermutlich schon im August. Apple hatte für seine neuen Safari-Browser in macOS 11 Big Sur mit diversen guten Benchmarks argumentiert – zudem hat der Browser neue integrierte Privatsphärenfunktionen.

(bsc)