macOS Ventura: Noch zahlreiche Bugs in den Systemeinstellungen

Apple überarbeitet die "System Preferences" auf dem Mac im neuen Betriebssystem massiv. Entwicklern sind viele UI- und Bedienfehler aufgefallen.

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Eines von zahlreichen Beispielen: Leicht sinnfreies Pop-up in den macOS-Einstellungen.

(Bild: Niki Tonsky / Twitter)

Von
  • Ben Schwan

Apples nächstes macOS kommt an einer wichtigen Stelle mit großen Veränderungen: Die lange stiefmütterlich behandelten Systemeinstellungen. In macOS 13 alias Ventura wurden sie komplett umgebaut und optisch an das angepasst, was man von iPhone und iPad kennt. Doch trotz der Tatsache, dass von Ventura bereits die fünfte Beta vorliegt, gibt es noch zahlreiche große und kleine Ungereimtheiten beim Nutzererlebnis. Aktuell sind die Änderungen damit eher kontraproduktiv.

Die Funktion in macOS 13 nennt sich nun schlicht "Einstellungen" und kommt statt mit der biserhigen, großen Icon-Übersicht (die oftmals als unübersichtlich empfunden wird) mit einer Seitenleiste ähnlich wie auf dem iPad. Hier kann man sich dann durch die einzelnen Bereiche des Systems klicken. Von zentraler Bedeutung ist dabei der Sektor "Allgemein", in dem Apple – wie auch bei iPhone und iPad – einige entscheidende Features lagert.

Zwar mag das umgebaute Design umstritten sein – doch allein das ist nicht das Problem. Es sind viele kleine und größere Bugs bei Bedienung und Nutzeroberfläche, die Apple hier noch versteckt hat. Welche genau das sind, hat beispielsweise der Entwickler Niki Tonsky in einem langen Thread auf Twitter inklusive Videobeispielen zusammengetragen. Die Bugs reichen von simplen Designfehlern über nicht treffbare Schaltflächen (die nur einen Pixel groß zu sein scheinen) bis hin zu abstürzen kompletter Panels.

Leider scheint sich hier bislang von Beta zu Beta auch nur wenig zu tun. Apple-Beobachter wie John Gruber fragen sich, warum Apple hier das Modell von iOS und iPadOS übernommen hat und dies gleichzeitig nicht einmal "pixelperfekt" hinbekommen konnte. Angeblich war das Redesign nicht von iPhone und iPad inspiriert. Laut Apple-Softwarechef Craig Federighi sei es nur darum gegangen, "Konsistenz für die Nutzer" zu schaffen und ein "großartiges Interface". Die vielen vorhandenen Bugs sprechen allerdings eine andere Sprache.

Wie schon die Kurzbefehle-App unter macOS hat Apple zur Gestaltung der neuen Einstellungen SwiftUI zum Einsatz gebracht. Gruber fürchtet gar, es scheine etwas "tief verkehrt" bei dem neuen GUI-Framework zu sein, wenn es so schwer sei, "so viele kleine Layout-Details richtig hinzukriegen". Immerhin hat Apple noch etwas Zeit, seine Software zu verbessern. macOS 13 Ventura soll, wenn der Konzern sich an sein übliches Release-Schema hält, im Oktober erscheinen. Dann wird es zusammen mit iPadOS 16 verfügbar gemacht, das der Konzern um einen Monat verschoben hatte.

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(bsc)