realityOS: Apples Mixed-Reality-System angeblich vor Fertigstellung

2023 soll für Apple das große AR/VR-Jahr werden. Die Arbeiten an der zentralen Software werden nun abgeschlossen. Codename: "Oak".

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Build 2017: Microsofts VR-Sonderweg in die "Mixed Reality"

Mixed Reality: Hier die Ideen von Apple-Konkurrent Microsoft.

(Bild: heise)

Von
  • Ben Schwan

Die Arbeiten an Apples erstem Betriebssystem für Mixed-Reality-Anwendungen ist einem Bericht zufolge fast abgeschlossen. Die Kombination aus Augmented- und Virtual-Reality-Unterstützung (AR/VR) trägt demnach den Codenamen Projekt Oak und befindet sich auf der Zielgeraden. Das berichtet der Bloomberg-Autor Mark Gurman.

"Oak" werde intern gerade abgeschlossen und solle "bereit für die Hardware im kommenden Jahr" sein. Aktuell bereitet sich Apple offenbar auf eine Vorstellung seines "Reality One" oder "Reality Pro" genannten Headsets vor, die im ersten Quartal 2023 erfolgen könnte. Das Betriebssystem wird womöglich "realityOS" heißen, wenn entsprechende Gerüchte stimmen.

Apple setzt unterdessen weiter auf den Ausbau des für AR/VR zuständigen Teams, während der Konzern in anderen Bereichen erste Einstellungsstopps verhängt hat. Das Team, das an Headset und Software arbeitet, ist offenbar die sogenannte Technology Development Group (TDG), so Gurman weiter. So werden Produzenten für visuelle Effekte und Game Asset Pipelines gesucht, die sich mit AR- und VR-Software auskennen, man wünscht sich weiterhin Experten für 3D-Videoinhalte, die in VR abgespielt werden können.

Das realityOS-Ökosystem soll relativ schnell auch Apps von Dritten bekommen. Die meisten Beobachter glauben, dass das erste Headset auch dazu dienen soll, diese anzulocken, weil es mit Preisen von mehreren Tausend US-Dollar wohl anfangs nur Early Adopter anzieht. Der Konzern wünscht sich für seine TDG daher neue Mitarbeiter, die an "Werkzeugen und Frameworks" für "Connected Experiences in einer 3D-Mixed-Reality-Welt" arbeiten. All das sind Dinge, um die sich Apple – zumindest offiziell – bislang schlicht nicht kümmert. In einer Jobbeschreibung schreibt Apple von "unglaublich herausfordernden und interessanten Problemen", die man im "3D-Anwendungsbereich" lösen wolle.

Laut Bloomberg hat Apple auch das Management für "realityOS" und Co. neu aufgestellt. So kam Dave Scott, einst in Apples Fahrzeugprojekt beschäftigt und dann CEO eines Start-ups, zurück zu Apple und soll nun dabei helfen, das Produkt über die Zielgerade zu bringen – er gilt als Experte für komplexe Produkte sowie Robotik und Medizintechnik. Weiterhin kam Apple-Veteran Yaniv Gur ins Team, der sich bislang vorwiegend mit Apples-iWork-Produkten beschäftigt hat. Offenbar soll es Pages & Co. auch fürs Headset geben. Reality Pro/One und realityOS sind weit oben bei Apple aufgehängt: Mike Rockwell, Vizepräsident für AR und VR, leitet die Arbeiten und Dan Riccio, langjähriger Hardwareboss, verantwortet die finalen Anstrengungen. Letzterer berichtet direkt an Apple-CEO Tim Cook.

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(bsc)