uMatrix wird nicht weiterentwickelt: Repository steht auf "archived"

Die Browser-Erweiterung uMatrix ist auf GitHub als archiviert markiert worden. Damit endet die Weiterentwicklung der Firewall.

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(Bild: Screenshot: GitHub/uMatrix)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Sucht man nach uMatrix auf GitHub, muss man festellen, dass die Browser-Erweiterung als "archiviert" eingestuft worden ist und damit nur noch zum Lesen verfügbar. Entwickler Raymond Hill, bekannt als gorhill, hat das Repository quasi eingeschläfert. Es werden keine Updates mehr rauskommen. Die genauen Hintergründe sind dabei unklar. Für uBlock, ebenfalls von gorhill, scheint das nicht zu gelten.

Die uMatrix-Erweiterung gibt es für Firefox, Chrome sowie Chromium-basierte Browser. Sie dient ähnlich einer Firewall der Privatsphäre und dem Datenschutz beim Bewegen durch das Internet. Zudem sollen die Ladezeiten durch das Addon verkürzt werden und der Bandbreitenverbrauch verbessert. uMatrix blockiert Drittanbieter zunächst grundsätzlich, bis diese eine jeweilige Erlaubnis vom Nutzer bekommen. Die Bedienoberfläche zeigt einen Überblick zu den Einstellungen, mit dem auch eher weniger bewanderte Anwender zurecht kommen. Nicht zuletzt deshalb ist die Erweiterung äußerst beliebt.

Das Portal gHacks berichtet, in den Kommentaren zur Archivierung schreibe gorhill, er können nicht weiter an dem Projekt arbeiten, würde jedoch den Status vielleicht wieder ändern, wenn sich jemand berufen fühlt, unter anderem Namen die Weiterentwicklung vorzunehmen.

Die Erweiterung ist dennoch bisher verfügbar. Weder bei Firefox noch im Chrome Web Store gibt es Hinweise, dass sie nicht weiter supported wird. Ohne Updates können aber natürlich Sicherheitslücken auftauchen, die dann nicht geschlossen werden. Browser-Erweiterungen haben in der Regel recht umfassende Rechte.

Google hat wegen Risikobedenken gegenüber Addons vergangenes Jahres angekündigt, an der entsprechenden Schnittstelle zu schrauben. Konkret ist dann Anfang diesen Jahres ein API weggefallen, AdBlocker sind eingeschränkt worden. Statt webRequest API gibt es seither das declarativeNetRequest API. Chrome und die Chromium-basierten Browser sollen selbst Elemente filtern.

(emw)