watchOS 9: Apple killt manche Komplikationen

Nach Installation des neuen Apple-Watch-Betriebssystems sieht die Uhr unter Umständen anders aus. Apple hat aus unerfindliche Gründen Komplikationen gestrichen.

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watchOS 9

watchOS 9 auf der Apple Watch.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Nutzer, die am Montagabend auf watchOS 9 aktualisierten, erlebten unter Umständen eine Überraschung: Viele ihrer zuvor unter watchOS 8 eingestellten Komplikationen waren verschwunden, das gewählte Ziffernblatt unter Umständen nicht wiederzuerkennen. Der Grund: watchOS 9 räumt mit einer ganzen Anzahl an bislang vorhandene – und auch beliebten – Komplikationen auf. Diese sind ersatzlos gestrichen und werden durch andere Varianten ersetzt, die unter Umständen schlecht zu lesen sind.

Beispiel für die neuen Komplikationen in watchOS 9 – beziehungsweise die, die Apple nun einsetzt.

Oft betroffen sind User, die das populäre Ziffernblatt "Modular" nutzen. Es stellt viele Komplikationen auf einfache Art auf einen Blick dar, darüber hinaus gibt es eine simple Uhrenanzeige. Hatte man hier zuvor in der Mitte eine einfache textliche Anzeige des Standes der Aktivitätringe aktiviert, ist diese nach dem Upgrade auf watchOS 9 durch eine andere Version ersetzt. Diese zeigt die Aktivitätsringe in Form eines Graphen an – samt vergleichsweise kleiner Darstellung der Aktivität in Textform. Die alte Variante lässt sich nicht mehr aufs Display holen. Ebenfalls verschwunden ist die simple textliche Temperaturanzeige, die durch einen Kreis samt vorhergesagtem Temperaturbereich des Tages ersetzt wurde. Das passt für "Modular" weniger gut, auch wenn andere Ziffernblätter profitieren.

Neben den Veränderungen bei Apple selbst nutzten auch Entwickler von Apps das neue watchOS, um an ihren Komplikationen zu schrauben – offenbar, um sich besser in den neuen Look einzufügen, möglicherweise aber auch gezwungenermaßen. Darunter sind populäre Apps wie Heartwatch oder Fantastical, die ihre simplen Textkomplikation ebenfalls gegen eine kreisrunde Variante mit mehr Angaben ersetzt haben. Diese waren teilweise schon vorher vorhanden, werden nun aber zur Pflicht. Minimalistisch ist das nun nicht mehr.

Die deutlich aufgeräumtere alte Variante aus watchOS 8 (entspricht nicht ganz den Komplikationen aus dem obigen Beispiel).

Wem der neue Look beziehungsweise die gestrichenen Komplikationen nicht zusagen, kann aktuell wenig tun. Dass Apple Komplikationen streicht, ist nicht neu, allerdings neigte der Konzern in den letzten Jahren eher dazu, neue zu ergänzen, anstatt alte zu löschen. Immerhin gibt es im besagten Modular-Ziffernblatt schon seit mehreren watchOS-Versionen eine Verbesserung: Es zeigt auf Wunsch auch Tag und Datum an, was vorher fehlte. Wer diesen Job bislang z.B. Fantastical überlassen hat, benötigt dies aber sowieso nicht.

Auch an anderen Ziffernblättern und Komplikationen hat Apple geschraubt, wobei Modular besonders betroffen scheint. Das ebenfalls bei Menschen mit vielen Komplikationen beliebte Utility-Watchface wurde von Apple nicht beziehungsweise kaum angefasst und behält seine Komplikationen weiter. Das Update auf watchOS 9 ergänzt unter anderem einen Stromsparmodus, der die Akkulaufzeit der Uhr laut Apple verdoppeln kann. Weiterhin wurde massiv an den Sportfunktionen geschraubt, die Nike-Ziffernblätter stehen für alle Uhren parat und Schlafphasen werden endlich erfasst.

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(bsc)