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0900-Nummern sollen Abzocker bremsen

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Die Deutsche Telekom will nach eigenen Angaben "Telefon-Abzockern" einen Riegel vorschieben. Zum Jahreswechsel würde die Vorwahl 0900 eingeführt, die schrittweise bis zum Jahresende 2005 die bisherigen 0190-Rufnummern ablöst, teilte der Bonner Konzern heute mit. Die Telekom nehme bei den über ihr Netz gehenden 0900-Verbindungen nach einer Stunde eine Zwangstrennung vor.

Ein Telekom-Sprecher wies darauf hin, dass diese Zwangstrennung keine generelle Regelung in der Branche sei und Servicenummern auch über andere Telefonnetzbetreiber liefen. Für Angebote, die durch die Deutsche Telekom realisiert werden, werde der Verbraucherschutz groß geschrieben, betonte er. So müsse bei Blocktarifen von über 3 Euro der Anrufer die 0900-Verbindung mit den Ziffern 1 und 9 bestätigen. Die Vergabe der 0900-Nummern erfolge durch die Regulierungsbehörde. (dpa)

Anzumerken ist allerdings, dass die 0900-Rufnummern ohne Ausnahme frei tarifierbar sind. Sie entsprechen in diesem Punkt den 0190-0-Rufnummern. Entsprechend müssen auch eventuelle Schutzvorkehrungen angepasst werden: Vorwahlsperren sollten bis zum 1. Januar auf den neuesten Stand gebracht und auf 0900-Rufnummern erweitert werden. Näheres zum Umgang mit 0900-Nummern bringt c't in der Ausgabe 1/2003 (ab dem 30. Dezember im Handel). (em)