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1,72 Terabit pro Sekunde: Weltrekord in Datenübertragung per Laser

Wissenschaftler des DLR haben von einem Testgebiet bei Weilheim Daten in Rekordgeschwindigkeit auf den Hohenpeißenberg übertragen. Sie wollen die Technik nun stabiler machen, um damit einmal abgelegene Gebiete ans Breitbandinternet anzuschließen.

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1,72 Terabit pro Sekunde: Weltrekord in Datenübertragung per Laser

Vorbereitung der Datenübertragung in Rekordgeschwindigkeit auf den Hohenpeißenberg.

(Bild: DLR/Bernd Müller)

Deutsche Forscher haben mit 1,72 Terabit pro Sekunde über eine Distanz von 10,45 Kilometern einen neuen Rekord in der Datenübertragung per Laser aufgestellt. Die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erklärten dazu, dank solcher Geschwindigkeiten könnten weite Teile der noch unterversorgten ländlichen Gebiete in Westeuropa mit Breitbandinternet versorgt werden. Ihr Ziel ist es demnach auch, Internetzugänge mit hohen Übertragungsraten außerhalb der schon relativ gut versorgten Ballungsgebiete zu ermöglichen.

Die Forscher schlagen vor, abgelegene Gebiete über geostationäre Satelliten an eine breitbandige Internetversorgung anzuschließen. Die Satelliten sollen dann über eine Laserverbindung an die Bodenstation und das terrestrische Internet angeschlossen werden und mit den Internetnutzern im Ka-Band kommunizieren. Der aktuelle Geschwindigkeitstest war ihnen zufolge bereits der zweite und sollte Störungen simulieren, die bei Datenverbindungen ins All auftreten können. Nachdem sie nun die Machbarkeit im schlimmsten Fall nachgewiesen hätten, wollen sie nun die Stabilität der Verbindung verbessern. (mho)