10 Jahre Apple Newton: Dem ersten PDA zur Erinnerung

Heute vor 10 Jahren wurde das Apple Newton MessagePad der Öffentlichkeit vorgestellt; es begründete die Kategorie der PDA, die später von Palm massentauglich gemacht wurde.

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Von
  • Jürgen Kuri

Heute vor 10 Jahren wurde das Apple Newton MessagePad der Öffentlichkeit vorgestellt. Das originale MessagePad gab es in deutscher oder englischer Version; es begründete die Kategorie der persönlichen digitalen Assistenten (PDA), die später von Palm massentauglich gemacht wurde. Das MessagePad -- ursprünglich sollte es BrainAmplifier heißen -- wurde auf den Gattungsnamen Newton getauft und erinnerte damit an das erste Apple-Logo, auf dem Isaac Newton unter dem Apfelbaum sitzt, umrankt von einer adaptierten Gedichtzeile William Wordsworths über Newton: "A Mind Forever Voyaging Through Strange Seas of Thought... Alone."

Was an dem Gerät wirklich faszinierte, war die Handschriftenerkennung. Pech für Apple und den Newton, dass der Calligrapher in der ersten Version unzureichend funktionierte und sich die Schreibfehler zum Newton-Image verdichteten. Von diesem Image kam der Stiftrechner auch dann nicht los, als die Schrifterkennung und die Erwartungen der Nutzer kompatibel wurden.

Das Ende des Newton kam im Februar 1998. Der damals als Interims-Chef bezeichnete Steve Jobs, der den Sculley-Rechner hasste, verkündete die Strategie von Apple, sich auf das Macintosh-System zu konzentrieren. Die sehr loyale Newton-Fangemeinde hat allerdings eine ganz eigene Erklärung: Und zwar die 150 Millionen Dollar, die Microsoft zu diesem Zeitpunkt in Apple-Aktien steckte. Damit habe Microsoft die mit erheblichen Finanzproblemen kämpfende Firma Apple gerettet, aber auch den schärfsten Konkurrenten für WindowsCE 2.0 beseitigen können, das nach dem Fehlstart von WindowsCE 1.0 unbedingt erfolgreich werden musste.

Einen ausführlichen Bericht zur Geschichte und zum Hintergrund der Newton-Entwicklung sowie zu den Gründen für das Scheitern des ersten PDA bringt c't aktuell: (jk)