10 Jahre Facebook: Was hat sich für c't-Redakteure verändert?

Zehn Jahre Facebook, und auch in der Redaktion gibt es Freunde und Feinde des sozialen Netzwerks. Manche haben ein Facebook-Profil, manche meldeten sich an, ab und dann wieder an und andere wollen niemals ein Teil von Facebook sein.

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Von
  • Kristina Beer

Facebook sammelt alles und auch wer nicht angemeldet ist, kann den Cookies der älter gewordenen Datenkrake nicht entkommen. Das persönliche Verhältnis zu Facebook muss man nicht nur heute, sondern eigentlich schon seit der ersten großen Facebook-Welle erklären. Will ich dabei sein? Wieso ja? Wieso nein? Auch c't-Redakteure müssen sich diese Frage gefallen lassen und nach zehn Jahren begutachten einige den bisherigen Einfluss des Zuckerbergschen Netzwerks.

Chefredakteur Johannes Endres; kein eigenes Facebookprofil, allerdings sind seine Kinder dort aktiv:

"Kontakte werden haltbarer: Früher haben die Strand-Freundschaften von Kindern genau bis zum Rückflug gehalten; aus gemeinsam besuchten Schulungen, losen Treffen auf Pressekonferenzen oder Verkehrsunfällen entstanden normalerweise keine dauerhaften Kontakte. Heute befreundet man sich zuerst auf Facebook und bekommt dann dauernd etwas von Leuten mit, die man sonst schnell aus den Augen verloren hätte. Der Effekt geht weit über die Möglichkeit eines Kontakts hinaus, die das Internet immer schon geboten hat. Durch Facebook behält man auch Menschen auf dem Schirm, denen man nie eine Mail geschrieben hätte."

Hardware-Hacks- und c't-Redakteurin Elke Schick, mit eigenem Facebook-Profil:

"Über Facebook habe ich einige Gleichgesinnte kennengelernt, die ich so wohl kaum im Netz gefunden hätte: Technikbegeisterte Frauen, Do-it-yourself-Profis oder DIY-Anfänger mit außerordentlichen Ideen. Facebook ist in dieser Hinsicht durchlässiger als manche Experten-Foren, die um sich und ihre eingeschworene Community kreisen. Was interessant ist, wird geteilt. Auch Nischenprodukte und abgedrehte Ideen werden mir so schneller zugänglich gemacht. Ich kann mich so auch international leichter vernetzen und über eine Gruppe gleich die nächste zu finden. So kann ich zum Beispiel auch Entwicklungen in der indischen Maker-Szene verfolgen, was ohne diese Plattform fast unmöglich wäre."

c't-Redakteur Axel Vahldiek, kein eigenes Facebook-Profil:

"Was Facebook in den letzten 10 Jahren verändert hat? Für mich privat: Nix. Ich mach da nicht mit, allein schon, weil ich nicht bereit bin, meine persönlichen Daten einem hochkommerziellen Konzern zu schenken, ohne dass ich in irgendeiner Form kontrollieren kann, was der damit macht."

Wer auch bis heute sein Verhältnis zu Facebook noch nicht abschließend geklärt hat, mag vielleicht Till Reiners zu Wort kommen lassen. Der Poetry Slammer widmete sich 2010 dem Thema "Zukunftsverweigerer".

Till Reiners Poetry-Slam Beitrag "Zukunfsverweigerer" von 2010.

Siehe dazu auch:

(kbe)