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1000 MBit/s flächendeckend: Frankfurt soll "Gigabit-City" werden

Nach Bochum will Unitiy Media auch Frankfurt am Main flächendeckend mit Gigabit-Anschlüssen ausstatten.

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Frankfurt soll "Gigabit-City" werden

So dicke Anschlusskabel werden nicht benötigt, dieses ist nur symbolisch gemeint, das gehalten wird von Peter Feldmann, Oberbürgermeister Frankfurt, Lutz Schüler, CEO Unitymedia und Tarek Al-Wazir, Wirtschaftsminister Hessen (v.l.n.r.).

(Bild: Unitiymedia)

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Flächendeckendes Internet in Gigabit-Geschwindigkeit soll Frankfurt am Main zur ersten "Gigabit-City" Hessens und zur zweiten Deutschlands machen. Im Oktober sollen rund 380.000 Frankfurter Haushalte sowie Unternehmen Zugang mit dieser Bandbreite erhalten, kündigte Kabelnetzbetreiber Unitymedia am Mittwoch auf dem hessischen "Breitbandgipfel" in Frankfurt an.

Dafür will Unitymedia sein glasfaserbasiertes Kabelnetz in Frankfurt mit gigabitfähigen Netzelementen ausstatten und den neuen Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 implementieren, der Basis für die gigaschnelle Datenübertragung ist und eine breite Versorgung mit Gigabit-Bandbreiten ermöglicht. Das Unternehmen gab in Bochum im Mai bereits den Startschuss für flächendeckendes Gigabit-Internet.

Die extrabreite Datenautobahn sei an einem Standort wie Frankfurt von besonderer Bedeutung, sagte Unitymedia-Chef Lutz Schüler laut Mitteilung. "In einer Finanzmetropole wie Frankfurt sind viele Unternehmen und Privathaushalte auf eine superschnelle Anbindung angewiesen." "Breitband ist die Basis-Infrastruktur für die Digitalisierung unserer Gesellschaft. Sie ist unerlässlich für Innovationen und wirtschaftliche Entwicklung", betonte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne).

In Hessen sollten bis zum Jahr 2020 rund 60 Prozent der Haushalte mit Internetgeschwindigkeiten bis zu 400 MBit/s versorgt werden. "Doch die Ansprüche an die Bandbreiten wachsen ständig", sagte Al-Wazir. Bis zum Jahr 2030 sollten dann "flächendeckend Glasfaserleitungen bis in jedes Haus und jedes Unternehmen in Hessen reichen."

Die Gigabit-Strategie beschränkt sich nicht allein auf das Festnetz, sondern auch auf die Mobilfunkinfrastruktur, sagte der Minister. Während Al-Wazir Hessen unter dem bestversorgten Flächenländern bei der Breitbandversorgung sah, beklagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Tobias Eckert, eine "digitale Spaltung zwischen Stadt und Land". (mit Material der dpa) / (anw)

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