117 neue Emojis: genderneutrale Symbole, Organe und mehr Tiere

Das Unicode-Konsortiums veröffentlicht in diesem Jahr 117 neue Emojis. Dazu gehören die Transgender-Flagge, ein Mann im Brautkleid und ein Eisbär.

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(Bild: 2020 Emojipedia Sample Image Collection)

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Zu den 117 neuen Emojis, die 2020 veröffentlicht werden, gehören vor allem genderneutrale Bilder beziehungsweise abseitige von stereotypen Darstellungen. So gibt es künftig Männer, die Babys auf dem Arm halten, aber auch einen Mann im Brautkleid und eine Frau im Anzug mit Fliege.

Wobei die Figuren in der Ankündigung "Person" genannt werden, also keinem Geschlecht zugewiesen sind. Neben der Regenbogenflagge, die von der LGBTQ-Gemeinde benutzt wird, erscheint auch eine Transgender-Flagge, die Blau, Rosa und Weiß ist, sowie eine Erweiterung der Symbole für Frauen und Männer um eines, das vom Kreis ausgehend unten das Kreuz, seitlich rechts nach oben den Pfeil und seitlich links nach oben beides kombiniert zeigt. Die meisten Menschen nutzen Emojis – die Erweiterungen der Auswahl sollen und können helfen, dass sich auch mehr Menschen in ihnen wiederfinden.

Alle Neuzugänge sind auf der Seite von Unicode anzuschauen. Auslieferung vom Standard Emoji 13.0 ist in den kommenden Monaten mit jeweils neuen Betriebssystemversionen. Das Unicode Konsortium legt zwar die Emojis fest, die aufgenommen werden, für die Ausgestaltung sind aber die einzelnen Hersteller zuständig. Schon beim jüngsten Update, das im vergangenen Sommer angekündigt wurde und seit etwa Herbst verfügbar ist, lag der Schwerpunkt auf mehr Diversität und dem Thema Inklusion. Hinzu kamen aber auch etwa ein Faultier und ein Flamingo.

Nun folgen noch ein Eisbärkopf, eine schwarze Katze, Bison, Biber, Mammut und ein Dodo sowie einige Käfer und ein Wurm. Eine neue Topfpflanze ist dabei, Paprika, Oliven, Blaubeeren und ein Fondue-Gerät – das hätte vor Weihnachten sicher bessere Chancen auf Nutzung gehabt. Rollschuhe, Nadel und Faden, Akkordeon und Trommel ergänzen die Hobbys, ein Spiegel ist für besonders Selbstverliebte oder jene, die mal wieder in den Spiegel schauen sollten, der Pümpel für einen Notfall und ein echtes Herz für Ärzte und Frischverliebte.

[Update 30.01.2020 18.06] Es heißt natürlich LGBTQ und nicht LQBTQ. Vielen Dank für den Hinweis! (emw)