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14-jähriger Arbeiter einer Mainboard-Fabrik gestorben

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Erneut wirft ein Todesfall ein Schlaglicht auf die Arbeitsbedingungen bei chinesischen Elektronikherstellern: In Dongguan in Südchina ist ein 14 Jahre alter Arbeiter einer Mainboard-Fabrik gestorben, berichtet die Menschenrechtsorganisation China Labor Watch. Der Junge sei von Kollegen in seinem Wohnheimbett tot aufgefunden worden. Laut einem Bericht von PC World hat eine städtische Behörde den Fall bestätigt, die Todesursache aber noch nicht geklärt.

Der verstorbene 14-Jährige sei von einer Zeitarbeitsfirma mit dem Ausweis eines Älteren in die Fabrik geschleust worden, erklärte China Labor Watch. Dort würden weiterhin Schüler arbeiten, die noch keine 16 Jahre alt sind; sie leisten angeblich Zwölf-Stunden-Schichten. Das Mindestalter für Fabrikarbeit liegt in China bei 16 Jahren.

Laut China Labor Watch gehört die Fabrik zum Konzern 3CEMS und stellt zurzeit Mainboards für Asus her. Asus hat diese Information nicht bestätigt – eine Anfrage von heise online vom Donnerstag ließ das Unternehmen bislang unbeantwortet.

Am selben Tag, an dem China Labor Watch seine Mitteilung über den Fall verschickte, wurde die Website der New Yorker Organisation von einem Virus infiziert. "Möglicherweise wurden wir angegriffen", sagte Kevin Slaten von China Labor Watch gegenüber heise online.

Siehe dazu im c't-Blog: