15 Jahre Google Maps: Vom "praktischen Spaß" zum umfassenden Infotool

2005 begann Google Maps als einfache Online-Karte. Heute sind mit dem Dienst viele Informationen und Funktionen verknüpft.

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(Bild: Google Maps Blogbeitrag)

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Früher gehörten der Blick auf die Karte aus Papier oder Menschen zum Stadtbild der Metropolen, die nach dem Weg fragten. Heute schauen sie aufs Smartphone und dabei vermutlich sehr häufig nach Googles Wegweiser. Er entwickelte sich vom einfachen Kartendienst mit Straßennamen zu einem sehr ausführlich informierenden Tool.

Am 8. Februar 2005 erscheint die Desktop-Version von Google Maps in den USA. In der Ankündigung heißt es damals: "Wir glauben, Karten können praktisch sein und Spaß machen." Schon zu Beginn wirbt der Dienst damit, Standorte von etwa Hotels integriert zu haben. Erwähnenswert erscheint auch, dass der Nutzer nicht warten müsse, bis ein neues Bild geladen werde. Die Karten sind dynamisch, das Plus- und Minuszeichen für den Zoom ist so neu, es muss erklärt werden. Schon wenige Wochen später geht Google Earth online. Zeigt Google zu Beginn nur einige 3D-Satellitenbilder von Orten, sind inzwischen 98 Prozent der gesamten Erdbevölkerung durch hochauflösende Satellitenbilder abgedeckt.

Google gibt im Startjahr bereits das API zur Einbindung des Dienstes auf Webseiten frei. Mit dem Google Trip Planner werden erste öffentliche Verkehrsmittel integriert. Alles zunächst noch in den USA. Deutschland bekommt seinen Online-Kartendienst im April 2006. Im darauffolgenden Jahr startet Street View. Um selbst schwer erreichbare Flecken der Erde zu zeigen, haben inzwischen sogar Schafe und Kamele Kameras auf den Rücken geschnallt bekommen. In Deutschland fährt der Kamerawagen 2010 die 20 größten Städte ab.

2007 gibt es auch die erste mobile Version von Google Maps. Weder Apples iPhone 3G noch das erste Android-Smartphone sind da auf dem Markt, sie kommen beide erst ein Jahr später. Blackberry- und Palm-Nutzer können sich aber schon unterwegs schlau machen und kurz darauf auch navigieren lassen. 2012 steigt die Deutsche Bahn ein – allerdings zunächst nur mit den Fahrplänen, nicht mit Echtzeitanzeigen der Verspätungen. Fahrradrouten folgen in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club 2013.

Ab 2014 verknüpft Google immer mehr seiner Angebote. Informationen zu Restaurants und Bars werden angezeigt, mit Googles My Business können Unternehmen ihre Auftritte selbst gestalten. Nutzer dürfen sich in der Community mit Tipps und Fotos austoben. 20 Millionen Beiträge schreiben und posten Aktive laut Google jeden Tag. Hinzukommen mehr Mobilitätsmöglichkeiten, Echtzeitansagen und Standortanzeigen.

Vergangenes Jahr stellt Google Live View vor. Die Funktion, die das Karten-Drehen und auch den Bürgersteig-Slalom endgültig ablösen könnte. Mittels Augmented-Reality werden Richtungsanweisungen und Grafiken direkt im regulären Kamerabild angezeigt. Außerdem integriert Google die Live-Übersetzungsfunktion in Google Maps. Dabei ist es doch eigentlich nicht mehr nötig, im Ausland nach dem Weg zu fragen.

Zum 15. Geburtstag von Google Maps gibt es dann auch noch neue Tabs – damit all die Funktionen nicht so sehr überborden.

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(emw)