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15 Jahre Mozilla

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Das Mozilla-Projekt, Heimat des Webbrowsers Firefox und des E-Mail-Clients Thunderbird, feiert seinen 15. Geburtstag unter dem Motto "15 Jahre für ein besseres Web". Seinen Ursprung nahm das Projekt vor 15 Jahren mit der Veröffentlichung der Quelltexte des Netscape Navigators als Open Source; kurz zuvor hatte Netscape die Webseite mozilla.org gestartet, um dort die Weiterentwicklung des Browsers zu koordinieren.

Netscape war im damaligen Browser-Krieg gegen Microsoft ins Hintertreffen geraten, nachdem die Redmonder ihren Internet Explorer mit Macht in den Markt gedrückt hatten. Als Antwort darauf gab Netscape die Quellen seines Browsers frei mit dem Ziel, eine Entwickler-Community aufzubauen. Das gelang, und im Juni 2002 wurde Mozilla 1.0 veröffentlicht – eine Websuite aus Browser, E-Mail-Programm, IRC-Client, Newsreader und HTML-Editor. Zu dieser Zeit hatte der Internet Explorer, den Microsoft jeder Windows-Version beilegte, bereits einen Marktanteil von weit über 90 Prozent im Web erobert.

Als zukunftsträchtiger erwies sich jedoch der reine Web-Browser Phoenix des Mozilla-Teams, aus dem letztlich aufgrund von namensrechtlichen Streitereien letztlich der bekannte Firefox hervorging. 2003 wurde die gemeinnützige Mozilla Foundation gegründet, um einen institutionellen Rahmen für die Entwicklung des Browsers und des E-Mail-Clients Thunderbird unabhängig von Netscape zu schaffen.

Firefox 1.0, nach zahlreichen Vorabversionen Ende 2004 veröffentlicht , fand als schlanker, schneller und leistungsfähiger Browser schnell Anhänger: Nach fünf Jahren belegte Firefox mit einem Marktanteil von 25 Prozent weltweit Platz zwei nach dem Internet Explorer, in Deutschland kam er sogar einen Marktanteil von rund 40 Prozent. Auf heise online hatte Firefox schon 2005 den Internet Explorer als beliebtesten Browser abgelöst.

Sein wichtigstes Ziel – für Konkurrenz und Auswahl im Web zu sorgen – hat das Mozilla-Projekt damit erfüllt. Mittlerweile liegt der Fokus von Mozilla darauf, ein offenes Web zu erhalten. Dazu engagiert sich die Organisation bei der Definition offener Standards und arbeitet an dem Mobilbetriebssystem Firefox OS, mit dem man den (weitgehend) geschlossenen mobilen Ökosystemen von Apple, Google und Microsoft eine Alternative entgegensetzen will.

Die Herausforderung, schreibt Mitchell Baker, Vorsitzende der Mozilla-Stiftung, bestehe darin, angesichts der zunehmenden Bedeutung von Daten und immer leistungsfähigerer Geräte wenigsten ein Stück weit die Kontrolle zu behalten. Dazu sollen auch Projekte wie Webmaker beitragen, die Know-how zur Webentwicklung möglichst weit verbreiten wollen. (odi)