Menü
c't Magazin

16-GByte-Speichermodule für Nehalem-Server

vorlesen Drucken Kommentare lesen 26 Beiträge

Quad-Rank-RDIMM aus 36 Dual-Die-Packages

(Bild: Samsung)

2-Gigabit-DDR3-Speicherchips, die Samsung in einer 50-Nanometer-Fertigungstechnik produziert, fügt der koreanische DRAM-Marktführer jetzt zu Registered (R)DIMMs mit bis zu 16 GByte Kapazität zusammen. Auf dem dicksten Modul, dem M393B2K70BM1-CF7 (PDF-Datei), bilden 72 dieser 2-GBit-Dice, jeweils paarweise in Dual-Die-Packages (DDP) eingebaut, ein Quad-Rank-RDIMM. Die in den nächsten Wochen erwarteten Xeon-5500-Server mit je zwei der von Intel unter dem Codenamen Nehalem-EP entwickelten Quad-Core-Prozessoren lassen sich mit solchen Modulen mit bis zu 192 GByte Arbeitsspeicher bestücken.

Mehr Arbeitsspeicher als mit Dual-Rank-(DR-)RDIMMs ist mit Quad-Rank-(QR-)RDIMMs im Allgemeinen nicht möglich, weil Serverboards üblicherweise von Letzteren nur halb so viele verkraften wie von Ersteren. QR-RDIMMs zielen deshalb vor allem auf kompakte (Blade-)Server, die weniger DIMM-Slots besitzen als herkömmliche Serverboards; solche mit den Chipsätzen 5500 (Tylersburg-24) beziehungsweise 5520 (Tylersburg-36D) und zwei LGA1366-Fassungen nehmen bis zu 18 Speichermodule auf.

Für Server, die besonders für den Betrieb zahlreicher virtueller Maschinen ausgelegt sind, kommen zunehmend spezielle Hauptspeicher-Systeme zum Einsatz; Cisco hat kürzlich Xeon-5500-Server mit besonders viel RAM angekündigt, mit MetaRAM steht eine spezielle DIMM-Bauform bereit. Einige Server mit den jüngsten AMD-Opterons sind mit je 8 DIMM-Slots pro CPU ausgestattet; hier sind bisher maximal 8 GByte DDR2-SDRAM pro DR-RDIMM möglich. So bringen es Server mit zwei Opterons auf maximal 128 GByte, mit vier Opterons auf 256 GByte und mit acht Opterons auf 512 GByte.

Die riesigen und dicht gepackten Speichermengen können zu Kühlungsproblemen führen; Samsung nennt als maximale Stromaufnahme für das 16-GByte-RDIMM bei 533 MHz (DDR3-1066) satte 7,3 Ampere (Bank Interleave Read), bei 1,5 Volt Betriebsspannung fallen also bei Zugriffen fast 11 Watt an. Selbst im Self-Refresh-Modus, der bei Servern bislang erst selten genutzt wird, braucht ein solches DIMM noch 3,3 Watt. Die Module sind zwecks leichterer Kühlung mit Metallblechen bedeckt (Heat Spreader); für besonders sparsame Server will Samsung auch 1,35-Volt-Chips fertigen. Zum Vergleich: Für ein DDR2-667-DR-RDIMM mit 8 GByte Kapazität nennt Qimonda eine maximale Stromaufnahme von 4,29 A – das ergibt bei der DDR2-Spannung von 1,8 Volt 7,7 Watt. Unter Volllast wäre das DDR3-Modul von Samsung also um rund 30 Prozent sparsamer als zwei DDR2-DIMMs von Qimonda. Im Self-Refresh-Modus braucht das DDR2-Modul allerdings lediglich 1 Watt und wäre damit sparsamer als Samsungs DDR3-Technik. (ciw)