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200 MBit/s bei Kabel Deutschland: Geschäftskunden sollen sich noch gedulden

Auf statische öffentliche IPv4-Adressen, die für den Betrieb etwa von Mail-Servern unerlässlich sind, müssen Kabel-Deutschland-Kunden ebenfalls noch warten.

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Kabel Deutschland hat kürzlich gemeldet, für viele Kunden seines Versorgungsbereichs die maximalen Down- und Uplink-Datenraten auf 200 MBit/s und 12 MBit/s zu verdoppeln. Unerwähnt blieb dabei, ob Geschäftskunden die neuen Höchstgeschwindigkeiten ebenfalls nutzen können und wenn ja, zu welchen Konditionen. "Dies ist noch in Planung. Aktuell werden 200-MBit/s-Anschlüsse nur in Doppel- und Triple-Play-Angeboten inkludiert", erklärte nun ein Sprecher der Firma auf Anfrage der heisenetze-Redaktion.

Für Kleinstunternehmen und Selbständige

Geschäftskunden erhalten somit wie bisher nur Tarif-Angebote, die maximal 100 MBit/s zulassen. Die entsprechenden Tarife sind online einsehbar. Weiterhin nicht erhältlich bei Kabel Deutschland sind feste öffentliche IPv4-Adressen, auch für Geschäftskunden nicht. "Derzeit bieten wir für unsere Geschäftskunden-Produkte, die sich an Kleinstunternehmen und Selbständige richten, grundsätzlich keine festen öffentlichen IPv4-Adressen für einen eigenen Server-Betrieb an". Ergänzend teilte Kabel Deutschland mit, "daran zu arbeiten".

Statische öffentliche IPv4-Adressen sind beispielsweise für Mail-Server erforderlich; viele SMTP-Server verwerfen Mails aus Gründen der Spam-Abwehr, wenn sie von einem Absender-SMTP mit dynamischer IPv4-Adresse eingereicht werden. Einen solchen Blacklist-Filter, der dynamisch zugewiesene IPv4-Adressbereiche vieler Provider umfasst, unterhält beispielsweise die Telekom für ihre SMTP-Server. Auswege gibt es beispielsweise über SMTP-Relays – die aber kostenpflichtig sind. (dz)

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