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2018 investierten nur elf Unternehmen 47 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren

Alleine Google hat 2018 über 10 Milliarden US-Dollar investiert: Wenige Cloud-Giganten teilen das Geschäft unter sich auf

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Ein Google-Rechenzentrum von innen

(Bild: Google)

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2018 sind weltweit rund 57 Milliarden US-Dollar in den (Aus-)Bau neuer Rechenzentren geflossen – 30 Prozent mehr als im Jahr 2017. Spitzenreiter ist Google mit Investitionen von über 10 Milliarden US-Dollar. Oder anders ausgedrückt: über 18 Prozent des Gesamtmarktes.

Drei weitere Unternehmen kommen laut den Schätzungen des Marktforschers Intersect360 Research auf jeweils über 5 Milliarden US-Dollar, noch einmal sieben auf jeweils über eine Milliarde US-Dollar. Damit entfallen fast 47 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 82 Prozent der Gesamtinvestitionen auf die elf größten Cloud-Anbieter.

Zu diesen Firmen gehören laut Intersect360 Research außer Google auch Amazon, Microsoft, Netflix, Ebay, Facebook, Baidu und Tencent – letztere beiden stammen aus China, der Rest hat seine Hauptsitze in den USA. Amazon Web Services (AWS) reihen sich bei den Ausgaben hinter Google ein. Microsoft dürfte mit Azure ebenfalls zu den Unternehmen mit Investitionen über 5 Milliarden US-Dollar gehören. Die Marktforscher halten es für bedenklich, dass so wenige Firmen so viel wirtschaftliche Macht im Umfeld von Rechenzentren besitzen. Ein Großteil der IT-Welt sei von ihnen abhängig.

Intersect360 Research glaubt, dass sich die erste große Expansionsphase der Cloud-Anbieter seinem Ende zuneigt und die Investitionskurve bald vorerst abflacht. Innerhalb der kommenden fünf Jahre sollen die jährlichen Ausgaben für Rechenzentren aber noch die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschreiten. Google-CEO Sundar Pichai kündigte bereits Anfang 2019 Investitionen von über 13 Milliarden US-Dollar in die amerikanischen Rechenzentren und Bürokomplexe des Unternehmens an. (mma)