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2400 Kartenmissbrauchsfälle nach Hacker-Angriff auf US-Händler

Die US-Handelskette Neiman Marcus hat eingeräumt, dass bei Angriffen auf ihre Computersysteme bis zu 1,1 Millionen Datensätze mit Kartendaten entwendet wurden. Davon seien bislang 2400 Kreditkarten missbräuchlich genutzt worden.

Neiman Marcus verweist in seiner jüngsten Stellungnahme darauf, dass die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien. Es sehe aber so aus, dass Schadsoftware in die Systeme eingeschleust worden sei, die vom 16. Juli bis 30. Oktober 2013 Kartendaten sammelte. Die Software hätte dabei auf 1,1 Millionen Datensätze zugreifen können. Visa, MasterCard und Discover hätten bislang von 2400 Missbrauchsfällen berichtet, die mit dem Datendiebstahl in Verbindung stünden. Nutzer des Online-Shops, über den auch nach Deutschland verkauft wird, scheinen nicht betroffen zu sein, so die Handelskette.

Nach Informationen der New York Times wurde die Schadsoftware über Terminals in den Ladengeschäften eingeschleust. Es handle sich wohl um die gleiche Software, die auch bei dem weitaus größeren Datendiebstahl bei der Warenhaus-Kette Target eingesetzt wurde. Dort wurden auch Karten-PINs ausspioniert, was laut Neiman Marcus in ihrem Fall nicht möglich war, da in den Geschäften keine PIN-Terminals genutzt werden. Die Handelskette versicherte, man werde die Firewalls und Intrusion-Detection-Systeme genau untersuchen und alle Sicherheits-Tools verstärken, um künftig vor Angriffen besser geschützt zu sein. (ad)

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