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3-2-1-meins: Ein Excel-Sicherheitsloch

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Eine Sicherheitslücke in Microsofts Spreadsheet-Programm Excel war Gegenstand eines Auktionsangebots bei Ebay. Das Gebot für den Exploit, die Software zum Ausnutzen der Sicherheitslücke, stand laut einem Bericht der EWeek bei 53 US-Dollar, als das Internet-Auktionshaus nach Intervention von Microsoft die Versteigerung stoppte.

Der Anbieter mit dem Pseudonym "fearwall" wollte sich offenbar über den Software-Giganten lustig machen und die zögerliche Behebung von Sicherheitsproblemen kritisieren. Er offerierte Microsoft-Mitarbeitern einen "Spezialrabatt" unter der Bedingung, dass sie sich durch Nennung ihrer offiziellen Mailadresse "...@microsoft.com" und des Rabatt-Codes "LINUXRULZ" bei ihm auswiesen. In der Beschreibung nannte er einige Details der Sicherheitslücke und gab an, die Information sei Microsoft bereits am 6. Dezember übermittelt worden. Danach soll sich ein präpariertes Excel-Dokument zum Einschleusen und Ausführen von Schadcode auf einem Windows-PC missbrauchen lassen. Dazu genüge es, das Dokument mit Excel zu öffnen. Ursache der Sicherheitslücke sei die Funktion msvcrt.memmove(), die bei zu großen Werten einen Pufferüberlauf verursache und den Stack überschreibe.

Microsoft hat laut dem Bericht des Magazins bestätigt, dass über Excel auf diese Weise Schadsoftware in einen Rechner eingeschleust werden kann. Es seien aber noch keine Kunden davon betroffen worden. Einen Patch gibt es noch nicht. (cp)

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