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3,2 Terabit/s über bestehendes Glasfasernetz

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Siemens und Optisphere Networks, eine Tochtergesellschaft der Siemens Information and Communication Networks, haben während eines mehrmonatigen Feldversuchs 3,2 Terabit/s über eine Glasfaser des WorldCom-Netzes in Dallas übertragen. Dies ist laut Siemens die höchste Übertragungsgeschwindigkeit, die bisher in einem bereits verlegten Netzwerk erreicht wurde.

Mit der DWDM-Plattform TransXpress Infinity konnten die Techniker Siemens zufolge 80 WDM-Kanäle mit einer Gesamtkapazität von 3,2 Terabit/s nutzen. Die Übertragung gelang über drei Streckenabschnitte (insgesamt 250 Kilometer) einer Standard-Einmodenfaser im Netzwerk des Kommunikationsunternehmens WorldCom. Fred Briggs, Chief Technology Officer von WorldCom, erwartet, dass mit der neuen Siemens-Technik ihr Netzwerk besser zu skalieren ist und die Kosten für das Breitbandangebot sinken.

Schon im Oktober demonstrierte Siemens in den Advanced Optical Networks Laboratories in München die Übertragung von 7,04 Terabits/s über eine 50 km lange Glasfaser. Dabei kam ebenfalls die bei Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetzen gängige Technik Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM) zur Anwendung, bei der die Daten in einzelne Kanäle aufgeteilt und diese dann verschiedenen Lichtwellenlängen respektive "Farben" zugeordnet werden. Siemens zeigte die gleichzeitige Übertragung von 176 WDM-Kanälen mit einer Rate von je 40 Gigabit/s mittels des neuen Multiplexer- und Regeneratorsystems TransXpress FOX, das auch im WorldCom-Netz zum Einsatz kam.

Andere Anbieter von optischen Netzwerken sind Siemens und Optisphere im Rennen um die schnellste Übertragung pro Glasfaser hart auf den Fersen: Schon im März vorigen Jahres konnten Lucent-Wissenschaftler aus den Bell-Labs 3,3 Terabit/s über eine 300 Kilometer lange Faser unter Laborbedingungen übermitteln. (Rudolf Opitz) /