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30 internationale Medienunternehmen bilden Allianz gegen Piraterie

Die Unterhaltungsindustrie stellt ihren Kampf gegen die Verbreitung illegaler Inhalte auf eine breitere Basis. Daran beteiligt sind auch deutsche Unternehmen.

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30 internationale Medienunternehmen bilden Allianz gegen Piraterie

Die dreigleisige Strategie der Allianz: weitere Verbreitung legaler Inhalte, bessere Durchsetzung des Urheberrechts und freiwillige Initiativen der Beteiligten.

(Bild: alliance4creativity.com)

"Die Kreativindustrie bietet dem Publikum mehr legale Angebote als jemals zuvor – mit erweitertem Zugang zu kreativen Inhalten wo, wann und auf welchem Gerät es will", lautet das Credo der Alliance for Creativity and Entertainment (ACE). In ihr haben sich nun 30 Medien- und Unterhaltungsunternehmen aus diversen Ländern zusammengefunden, um gegen die illegale Verbreitung ihrer Inhalte vorzugehen.

An der ACE sind aus Deutschland die Münchner Constantin Film und das Potsdamer Studio Babelsberg beteiligt. Dazu kommen Medienriesen wie Amazon, BBC Worldwide, Canal+, HBO, Netflix, MGM, Sony Pictures, Paramount, 20th Century Fox, Disney und Warner Bros.

Im vergangenen Jahr hätten sich allein in den USA per Filesharing schätzungsweise 450 Millionen illegale Downloads von Kinofilmen, Fernseh- und Produktionen von Streaming-Anbietern ereignet, schreibt die ACE, die sich auf Zahlen von MarkMonitor bezieht. Weltweit seien es 5,4 Milliarden Downloads gewesen. Dazu kämen weltweit 21,4 Milliarden Besuche auf Seiten, die illegal Filme und Fernsehserien im Streaming anbieten.

Ein Ziel der ACE ist die weitere Ausweitung legaler Angebote. Außerdem strebt sie ein gemeinsames Vorgehen der Inhalte-Produzenten, Werbenetzwerken, Bezahldiensten, Domain-Registraren, Suchmaschinen, Internetprovider und andere Beteiligte auf Basis freiwilliger Initiativen an, um die Verbreitung illegaler Inhalte einzudämmen.

Außerdem will die Allianz zivil- und strafrechtliches Vorgehen gegen illegale Inhalte unterstützen, also zum Beispiel mit Strafermittlern kooperieren. Auf diese Weise sollen beispielsweise illegale Streamingangebote vom Netz genommen werden können. Mit derlei Vorgehen hat der US-Filmbranchenverband MPAA jahrelange Erfahrung, der die ACE hier auch unterstützen will. (anw)