300-Dollar-Tablet CrunchPad am Ende

Das vom Blog TechCrunch initiierte Projekt CrunchPad, ein Tablet-PC auf Atom-Basis für 300 US-Dollar, zerfällt im Streit: TechCrunch berichtet, dass der Produzent Fusion Garage das Gerät alleine herstellen will.

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Von
  • Jörg Wirtgen

Die Idee klang gut: Im Juni meldete das Blog TechCrunch, ein Internet-Tablet mit Intels Atom entwerfen zu wollen, das um 200 US-Dollar kosten sollte. Projektgründer Michael Arrington holte als Hersteller Fusion Garage an Bord. Die technischen Daten änderten sich dann ein wenig, nun sollte das CrunchPad 300 US-Dollar kosten, ein 12-Zoll-Display haben und unter 2 Zentimeter flach sein. Den Veröffentlichungstermin im Juli konnte man allerdings nicht halten, inzwischen war von Ende November die Rede; dann sollte es direkt ein Demogerät geben, auf dem Chrome OS und Windows 7 laufen.

Doch am 30. November verfasste Arrington einen Blog-Eintrag, der nicht einfach eine weitere Verzögerung beschrieb, sondern vielleicht das Ende des Projekts. Er zitiert eine E-Mail des Chefs von Fusion Garage Chandra Rathakrishnan, wonach Fusion Garage Entwicklung, Herstellung und Vertrieb des CrunchPad selbst übernehmen wolle, ohne TechCrunch. Aktionäre hätten ihn zu diesem Schritt bewegt. TechCrunch und Arrington könnten involviert bleiben, aber nur zu von Fusion Garage bestimmten Bedingungen.

Arrington sieht das geistige Eigentum weder alleine bei sich noch bei Fusion Garage, sondern beschreibt, wie Entwickler beider Seiten gemeinsam am Projekt gearbeitet hätten. Daher sieht er den Vorstoß von Fusion Garage als klaren Rechtsbruch, als Diebstahl von geistigem Eigentum, mit dem sich nun die Anwälte zu beschäftigen hätten. (jow)