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300-Euro-Netbook mit Touchscreen

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Medion Akoya E1318T

Anno 2008 war Medion mit dem Aldi-Notebook Akoya E1210 ganz vorne mit dabei, als die Netbook-Schwemme losbrach. Inzwischen ist das einst bedeutende Marktsegment zwar fast versiegt, doch nicht zuletzt wegen Intels Bay-Trail-Ablegern für günstige Notebooks dürfte ein Revival kurz bevorstehen. Wiederum zieht die Lenovo-Tochter Medion mit: Ab 26. September wartet das Akoya E1318T für 299 Euro in Aldi-Süd-Märkten auf Käufer. Im E1318T arbeitet kein Bay-Trail-Prozessor, sondern AMDs Temash-Gegenstück A4-1200.

Die neuen Netbooks sind deutlich besser bestückt als ihre Ahnen. Der kleine 10-Zoll-Bildschirm zeigt statt ehemals popeligen 1024 × 600 Pixeln immerhin 1366 × 768 Bildpunkte, mehr kann man in diesem Preissegment nicht erwarten. Ein Novum unter den Billigheimern ist allerdings, dass es sich – passend zu Windows 8 – um einen mehrfingertauglichen Touchscreen handelt.

A propos Windows: Die Zeiten veralteter (Windows XP Home Edition) oder abgespeckter (Windows 7 Starter Edition) Betriebssysteme sind vorbei – das vorinstallierte Windows 8 ist die normale "Core"-Version, die auch zum Lieferumfang teurerer Notebooks gehört. Zusätzlich spendiert Microsoft im Rahmen seines Marketing-Programms SST (Small Screen Touch), welches Lizenzermäßigungen für kleine Touchgeräte einräumt, auch noch Office 2013 Home & Student. Damit ist das E1318T softwareseitig besser ausgestattet als die Mehrheit der größeren Notebooks. Medion ergänzt die Vorinstallation zudem um eine angepasste Version von Cyberlinks MediaSuite namens Medion Home Cinema Suite, die PowerDirector, PowerDVD, PhotoDirector, MediaEspresso und YouCam umfasst.

Hinsichtlich der Rechenleistung muss man allerdings genügsam sein: Der 1-GHz-Doppelkern A4-1200 gehört zu den langsamsten x86-Prozessoren, die man zurzeit neu kaufen kann. Für Office-Arbeiten und Internet-Surfen reicht er immerhin aus; die im Prozessor integrierte GPU Radeon HD 8180 greift den CPU-Kernen bei HD-Videos unter die Arme. Der Arbeitsspeicher ist mit 2 GByte arg knapp bemessen; in anderen Billignotebooks stecken 4 GByte. Die Festplatte fasst alltagstaugliche 500 GByte.

Die Tastatur dürfte angesichts des kleinen Gehäuses kompakt ausfallen und wegen der schmaleren Tasten etwas Eingewöhnung erfordern, bis man flüssig tippt. Bei den Schnittstellen gibt es dagegen keine Einschränkungen: USB 3.0 ist wie HDMI an Bord; das WLAN-Modul funkt nach IEEE 802.11n. Im Kaufpreis enthalten sind Aldi-typisch 3 Jahre Garantie.

[Update:]

Wie Medion mitteilt, startet der Verkauf am 26. September vorerst nur bei Aldi Süd; für Aldi Nord steht noch kein Verkaufsbeginn fest. Die obige Meldung wurde entsprechend angepasst. (mue)