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32-GByte-Speichermodule für Notebooks

Samsung kündigt DDR4-SO-DIMMs mit jeweils 32 GByte Kapazität für Mobilrechner an; sie dürften vorerst nur in AMD-Ryzen-Notebooks laufen.

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DDR4-SO-DIMM mit 32 Gigabyte von Samsung

DDR4-SO-DIMM mit 32 Gigabyte für Notebooks

(Bild: Samsung)

Samsung produziert DDR4-SDRAM-Chips jetzt mit bis zu 16 Gigabit (2 GByte) Kapazität. 16 dieser Chips aus passen auf ein Small-Outline-(SO-)DIMM für Notebooks, das folglich 32 GByte Daten speichert. Bisher gab es DDR4-SDRAMs mit höchstens je 8 Gigabit Kapazität, weshalb die üblichen "ungepufferten" SO-DIMMs höchstens 16 GByte fassen.

In besonders dünnen Notebooks sind Speicherchips oft aufgelötet und die Hersteller sparen den Platz und die Kosten für eine SO-DIMM-Fassung samt Zugangsklappe. Dickere (Gaming-)Notebooks haben aber oft zwei SO-DIMM-Fassungen, hier wären mit zwei 32-GByte-Modulen folglich 64 GByte Arbeitsspeicher möglich.

Samsung verrät allerdings nicht, welche aktuellen Mobilprozessoren überhaupt 16-GBit-SDRAMs ansteuern können; das dürften nämlich nur AMDs Ryzen Mobile können. Intel-Chips sind durchweg für SDRAMs mit höchstens 8 GBit ausgelegt.

[Update:] Für die kommenden "Mobile Workstations" Precision 7730 und Precision 7530 stellt Dell bis zu 128 GByte Hauptspeicher in Aussicht. Diese Geräte sind mit den neuen 45-Watt-"H"-Sechskernern von Intel bestückt, etwa mit Xeon E-2186M, Core i9-8950HK oder Core i7-8850H. Das lässt darauf schließen, dass diese Mobilprozessoren auch 32-GByte-Module ansteuern. Ein Datenblatt für diese "Coffee Lake-H"-Typen hat Intel aber noch nicht veröffentlicht. [/Update]

Zulässige DDR4-SDRAM-Versionen für Intels Coffee-Lake-U-Typen (Core i-8000U)

(Bild: Intel)

Auch Preise und Liefertermine verschweigt Samsung. Auf der eigenen Webseite sind auch noch keine Datenblätter zu 16-GBit-DDR4-SDRAMs zu finden. Es gibt – wie leider schon länger üblich – auch keine genauen Angaben mehr zur Fertigungstechnik: Samsung spricht lediglich von "10-Nanometer-Klasse", womit alles zwischen 10 und 19 nm gemeint sein soll.

Aus 16-GBit-DDR4-SDRAMs lassen sich auch normal große ungepufferte Dual-Inline Memory Modules (UDIMMs) mit 32 GByte Kapazität für Desktop-PCs bauen. Die hat aber Samsung bisher nicht angekündigt. Sie wären für AMD-Ryzen-Systeme interessant: Mit vier solcher Module wären 128 GByte möglich, mit acht Modulen bei Ryzen Threadripper sogar 256 GByte. Bisherige DDR4-UDIMMs speichern maximal 16 GByte, weil es höchstens 8-GBit-Chips gibt.

Für Server gibt es längst schon Speichermodule mit 32, 64 und sogar 128 GByte Kapazität, aber eben nicht als UDIMMs, sondern als Registered DIMMs (RDIMMs) oder Load-Reduced DIMMs (LRDIMMs). Auf diesen Bauformen sind mehr SDRAM-Chips mit nur 4 statt 8 oder 16 Datenleitungen zulässig sowie auch mehr Ranks, statt Dual-Rank-(DR-)DIMMs etwa auch Quad- und Octal-Rank-DIMMs. (ciw)

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