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32 Millionen US-Amerikaner lesen Blogs

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Die Zahl der Internet-Tagebücher oder anderer Websites, die als Blogs regelmäßig aktualisiert werden, steigt. Diese Websites werden aber auch zumindest in den USA von immer mehr Web-Nutzern gelesen, hat das PEW Internet & American Life Project in einer neuen Studie (PDF) herausgefunden. Die Wissenschaftler aus Washington D.C. meinen aus ihren Zahlen schließen zu können, dass Blogs zu einem wichtigen Bestandteil der Online-Kultur geworden sind. Allerdings wüssten immerhin noch 62 Prozent der US-Amerikaner nichts mit dem Begriff anzufangen.

8 Millionen oder 7 Prozent der 120 Millionen erwachsenen US-Amerikaner, die das Internet nutzen, haben im November 2004 angegeben, sie hätten bereits ein Blog oder Web-basiertes Tagebuch angelegt. 27 Prozent sagten, sie würden Blogs lesen. Im Februar 2004 hatte dieser Anteil noch 17 Prozent betragen. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass mittlerweile 32 Millionen US-Amerikaner Blogs lesen. Der Begriff Weblog oder kurz Blog bezeichnet eine Website, die regelmäßig aktualisiert wird, häufig mit kurzen Beiträgen und Kommentarmöglichkeiten für die Leser. Blogs sind chronologisch organisiert, mit dem letzten Eintrag am Anfang der Site. Ein Blog kann ein persönliches Tagebuch sein, eine Linksammlung, es kann News, Fotos, Essays oder Kommentare zu anderen Sites enthalten -- nach manch heftig umstrittener Ansicht stellen Blogs gar schon eine neue Form von Grassroot-Journalismus dar.

Der Anstieg der Blog-Rezeption gegenüber Februar 2004 sei unter anderem auf politische Mitteilungsplattformen zurückzuführen, die vor allem wegen der Präsidentschaftswahl am 2. November 2004 Bedeutung erlangt hatten. 9 Prozent der Befragten hatten angegeben, während des Wahlkampfs regelmäßig oder manchmal politische Blogs gelesen zu haben. Für die Untersuchung wurden in zwei Erhebungsdurchgängen im vergangenen November 1324 beziehungsweise 537 Internet-Nutzer in den USA befragt. (anw)

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