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MWC

3310 Revival? Nokia vor dem Comeback auf der großen Bühne

Nokia hat Markenrechte und Patente für Smartphones an das neue Unternehmen HMD Global übertragen, das auf dem MWC sein globales Debüt geben wird. Dabei hat der Hersteller vielleicht einen alten Knochen im Gepäck.

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Das Nokia 3310 war seinerzeit ein sehr beliebtes Modell.

(Bild: Kevin Steinhardt/Flickr (CC BY 2.0))

Die Smartphone-Marke Nokia steht vor ihrem internationalen Comeback. Hersteller HMD Global, der Patente und Marken von Nokia und Microsoft nutzen kann, wird Ende Februar auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona neue Smartphones vorstellen. Besondere Aufmerksamkeit könnte dabei aber einem alten Knochen gelten: Angeblich bringt HMD eine Neuauflage des legendären Nokia 3310 auf die Messe mit.

Das Nokia 3310 kam im Jahr 2000 auf den Markt und ist einer der Bestseller der Finnen. Die Handys von Nokia zeichneten sich durch sehr robuste Bauweise und lange Akku-Laufzeiten aus. Mit dem 3310 konnte man telefonieren und SMS verschicken sowie ein paar Spielchen spielen. Es waren Modelle wie das 3310, die Nokias Weltruhm als Handyhersteller zementierten.

Aktuelle Handys: Nokia 105 und Nokia 150

(Bild: HMD Global)

Nicht überliefert ist bisher, ob sich HMD Global beim Revival auch an der ikonischen Bauform der damaligen Nokia-Handys orientiert. Der Hersteller hat schon ein paar "Feature Phones" auf dem Markt, die aber deutlich kantiger ausfallen als ihre Ur-Ahnen. Auch haben die neuen Modelle farbige Displays – das war 2000 noch Zukunftsmusik: Das monochrome Display des 3310 zeigte bei einer Auflösung von sagenhaften 84×48 Bildpunkten fünf Zeilen à 16 Zeichen an.

Aus der Smartphone-Abteilung bringt HMD das Nokia 6 nach Barcelona mit, das in China bereits seit einigen Wochen auf dem Markt ist. Der Mittelklasse-Androide mit aktueller Systemversion (Android 7 Nougat) hat ein 5,5"-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung. Angetrieben wird das Nokia 6 von einem Snapdragon 430 mit acht Kernen (1,4 GHz), dem 4 GByte Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen. Dazu gibt 64 GByte Speicher für Apps, Bilder und Daten. Das Nokia 6 wird in unseren Breitengraden wohl um die 250 Euro kosten.

HMD Global bringt das Nokia 6 nach Barcelona mit.

(Bild: HMD Global)

Entsprechend abgerüstet dürften dann die Modelle Nokia 5 und Nokia 3 ausfallen, die HMD ebenfalls in Barcelona zeigen dürfte. Mit den Einsteigermodellen peilt der Hersteller die Preisklassen um 200 beziehungsweise 150 Euro an. Von einem Oberklasse-Modell ist bisher nicht die Rede. Möglich, dass sich Nokia auf die niederen Preisregionen konzentriert, bei denen noch deutliches Wachstumspotenzial herrscht. (vbr)